Dienstag, 28. April 2015

Südtiroler Kinderdorf: 40 neugierige Kinderaugen

Fazit: "Kinder in schwierigen familiären Situationen gibt es auch in Südtirol". Diese Entdeckung machten die 20 SchülerInnen der 2 A der Mittelschule Gossensass, die das Südtiroler Kinderdorf im April besuchten.

Mittelschule Gossensass mit Begleitung
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Mittelschule Gossensass mit Begleitung

Das Projekt

„Wir arbeiten am Projekt  ‚Kinder in schwierigen Lebenssituationen‘. Dabei spreche ich mit meinen SchülerInnen über Kinder rund um die Erdkugel, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden: Kinderarbeit, Kinder im Krieg, Flüchtlinge und Kinder, die unter sehr armen Verhältnissen aufwachsen“, erklärt die Religionslehrerin Iris Auriemma, „die Idee das Kinderdorf zu besuchen, entstand, weil die SchülerInnen  ‚Kinder mit Problemen‘ als sehr weit weg empfinden. Sie sind der Meinung, dass es allen Kindern bei uns in Südtirol  gut geht. Und um sie darauf aufmerksam zu machen, dass eine Familie und ein nettes Heim nicht für alle  Kinder selbstverständlich sind, habe ich mir überlegt, mit ihnen das Kinderdorf zu besuchen.“

Konkrete Hilfe

Die Klasse hat sich überlegt, welche Formen es gibt, um diesen Kindern zu helfen, zum Beispiel durch Spenden, Fair Trade usw. Dem Südtiroler Kinderdorf helfen sie dadurch, dass sie am 5. Juni 2015 einen Spendenlauf machen. Das eingenommene Geld stellen sie den Kindern und Jugendlichen im Kinderdorf zur Verfügung.

Resümee

Die Kinder hatten viele Fragen mitgebracht. Von „Haben Kinder schon einmal versucht abzuhauen?“ über „Sind die Kinder manchmal traurig weil sie hier sind?“ bis zu „Werden alle Kinder gleich behandelt?“ stellten sie  an die 40 Fragen. Ihr Resümee: „Die Kinder und Jugendlichen leben hier ja wie in einer Familie  in verschiedenen Häusern. Wir dachten es wäre ein großes Heim mit einer Mensa.“

Südtioler Kinderdorf, Brixen

stol