Montag, 07. November 2016

Teheran: US-Wahl geht uns nichts an

Der Iran sieht sich vom Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA nicht betroffen.

Hassan Rouhani
Hassan Rouhani - Foto: © APA/AFP

„Wen die Amerikaner wählen, ist ihre Sache, nicht unsere“, sagte Außenamtssprecher Bahram Ghasemi am Montag. Am Status der bilateralen Beziehungen werde sich nichts ändern, egal, ob Hillary Clinton oder Donald Trump gewinnen sollte, wurde er von der Nachrichtenagentur Mehr zitiert.

Laut Ghasemi haben der Iran und die USA auch in den vergangenen Jahren kaum politisch zusammengearbeitet. Die Ausnahme seien nur die Atomverhandlungen zwischen 2013 bis Jänner 2016 gewesen. Daher sei auch nur das gemeinsam mit Washington erzielte Atomabkommen für Teheran wichtig. Seiner Meinung nach werde aber keiner der beiden Kandidaten daran etwas ändern können, da es sich um ein internationales Abkommen handle.

Präsident Hassan Rouhani hatte die US-Wahl als eine Entscheidung zwischen „schlecht und schlechter“ bezeichnet. Der Iran und die USA haben seit fast 37 Jahren keine diplomatischen Beziehungen.

Wegen der Atomverhandlungen kam es jedoch nach Rouhanis Amtsantritt im August 2013 zu mehreren direkten Gesprächen der beiden Außenminister, John Kerry und Mohammad Javad Zarif.

apa/dpa

stol