Sonntag, 17. April 2022

Tony Tschenett: „Schwindelt nicht jeder hie und da?“

In der heutigen Ausgabe des STOL-Fragebogens steht der ASGB-Vorsitzende Tony Tschenett der Redaktion Rede und Antwort.

Die STOL-Redaktion hat beim ASGB-Vorsitzenden Tony Tschenett nachgehakt. - Foto: © stol

Bereits seit seinem 23. Lebensjahr ist er Mitarbeiter beim Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB). Seit 13 Jahren ist er der Vorsitzende der Gewerkschaft: Tony Tschenett.

In dieser Funktion scheut sich der 50-Jährige nicht, unbequeme Fragen zu stellen, den Finger in die Wunde zu legen und wichtige Themen aufzugreifen.

ASGB-Chef Tony Tschenett hat den STOL-Fragebogen ausgefüllt.

Welcher Versuchung können Sie nicht widerstehen?
Ein Stück Schokolade, wenn ich gestresst bin oder ein Feierabendbier an warmen Sommerabenden sind schon was Feines…

Dafür fühle ich mich zu jung/alt…
Ich bin im idealen Alter! Ich fühle mich also weder zu jung noch zu alt für etwas.

Wofür geben Sie zu viel Geld aus?
Ich versuche vernünftig hauszuhalten.

Was steht schon zu lange auf Ihrer To-Do-Liste?
Auf meiner To-Do-Liste gibt es noch unzählige Punkte abzuhaken. Ich habe aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dies früher oder später zu schaffen!

Warum haben Sie sich zuletzt verspätet?
Ich versuche immer pünktlich zu sein. Sollte ich mal zu spät sein, ist natürlich der Verkehr schuld.

Welches Talent würden Sie gerne besitzen?
Ob man es als Talent bezeichnen kann, weiß ich nicht. Auf alle Fälle wäre ich in vielen Situationen gerne diplomatischer.

Worüber haben Sie zuletzt herzhaft gelacht?
Ich lache durchaus. Am liebsten über „Hopplas“ aus dem täglichen Leben.

Womit bringt man Sie auf die Palme?
Jeder Mensch kann Fehler machen. Aber wenn sich diese ständig wiederholen, das bringt mich auf die Palme.

Der wichtigste Rat, den ich je bekommen habe, ist… 
… „fühle dich niemals dazu gezwungen deine Meinung zu rechtfertigen“.

Wann hatten Sie zum ersten Mal das Gefühl mächtig zu sein?
Ich hatte noch nie das Gefühl mächtig zu sein. Und das bin ich auch nicht.

Wann haben Sie sich ohnmächtig gefühlt?
Bereits in vielen Situationen. Vor allem, wenn man mit guten Gefühlen in Verhandlungen geht, der Verhandlungspartner auf stur schaltet und man unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen muss – dann fühlt man sich ohnmächtig.

Mit wem würden Sie gerne einen Kaffee trinken?
Ich trinke so bereits viel zu viel Kaffee…

Wenn Sie eine Sache auf der Welt verändern dürften: Was wäre das?
Unbedingt Chancengleichheit! Die unterschiedlichen Voraussetzungen, mit denen Kinder oft ins Leben starten müssen, sollten passé sein.

Auf was könnten Sie in ihrem Leben nicht verzichten?
Auf meine Familie.

Der aufregendste Moment in Ihrem Leben war?
Die Geburt meiner Tochter Aurelia.

Ihr größter Wunsch?
Eine tolerantere Welt, in welcher sich die Menschen viel mehr respektieren und Situationen, wie wir sie in der Ukraine erleben, keinen Platz haben.

Ihre schönste Erinnerung?
Da antworte ich noch einmal: Die Geburt meiner Tochter Aurelia.

Was möchten Sie gerne vergessen? 

Dies zu nennen, würde mir diese Episode nur wieder in Erinnerung rufen…

Wobei haben Sie geschwindelt?
Des Öfteren. Schwindelt nicht jeder hie und da?

Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne dabei gewesen?
Beim Fall der Berliner Mauer. Weil willkürlich Getrenntes wieder zusammenwachsen konnte.

stol

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