Dienstag, 20. März 2018

Trump: Saudischer Kronprinz sehr guter Freund

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag den Schulterschluss mit den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman gesucht. „Wir sind innerhalb sehr kurzer Zeit sehr gute Freunde geworden”, sagte Trump, als er am Dienstag mit dem Kronprinzen Seite an Seite im Oval Office des Weißen Hauses saß.

Der saudische Kronprinz und US-Präsident Donald Trump waren gut gelaunt. - Foto: APA (AFP)
Der saudische Kronprinz und US-Präsident Donald Trump waren gut gelaunt. - Foto: APA (AFP)

Trump zeigte Grafiken, die die Verkäufe amerikanischer Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien zeigten und verwies auf die Anzahl von Jobs, die dadurch in den USA gesichert würden. Das Verhältnis beider Länder sei noch nie so gut gewesen wie seit seinem Amtsantritt, sagte Trump. Das bedeute riesige Investitionen in den USA und Jobs für amerikanische Arbeiter. Und er glaube, dass die guten Beziehungen beider Staaten noch besser würden.

Unter seinem Vorgänger Barack Obama sei das Verhältnis oft angespannt gewesen. Beide sagten, dass Mohammeds Vater, König Salman, in Kürze in die USA reisen werde.

Der designierte Herrscher Saudi-Arabiens befindet sich auf einer Werbetour durch die USA mit Besuchen in New York, Boston, Seattle, Los Angeles, San Francisco und Houston. Der 32-jährige Prinz hat mit einer Reihe von Maßnahmen zur Modernisierung seines Landes im Westen Applaus geerntet. Er will die Abhängigkeit Saudi-Arabiens vom Öl verringern, die Korruption bekämpfen und einige konservativ-islamische Regeln abschaffen. Es war sein zweiter Besuch in Washington seit Trumps Amtsantritt im Jänner 2017, aber sein erster als Kronprinz.

Einig sind sich Trump und der Kronprinz in ihrem Bemühen, den Iran in der Golf-Region in die Schranken zu weisen. Das internationale Atomabkommen mit dem Iran bezeichnete Saudi-Arabien am Montag als fehlerhaft. Trump macht keinen Hehl daraus, dass er das Abkommen am liebsten sofort aufkündigen würde. Er fordert Änderungen an dem Vertrag und könnte ihn im kommenden Monat in einem Bericht an den Kongress infrage stellen. „Wir werden sehen, was dann passiert”, sagte Trump am Dienstag.

Prinz Mohammed wird auch mit Vertretern des Kongresses zusammenkommen. Dort dürfte ihm auch Kritik am Krieg in Jemen entgegenschlagen. Dort kämpft eine von Saudi-Arabien angeführte Allianz gegen die schiitischen Houthi-Rebellen, die angeblich vom Iran unterstützt werden. Die Rebellen bestreiten dies und bezeichnen ihren Kampf als Revolution gegen ein korruptes Regime. Der Krieg hat das jemenitische Volk in eine katastrophale Lage gestürzt. Im Land herrschen Hunger und Seuchen. Millionen Menschen wurden aus ihren Heimatorten vertrieben.

apa/reuters/dpa

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stol