Donnerstag, 10. November 2016

Trumps Wahlversprechen: Einreise in die USA bald schwieriger?

Die Forderung von Donald Trump nach einem Einreisestopp für Muslime in die USA hat für große Aufregung gesorgt. Doch auch andere Reisende hat er ins Visier genommen. Was könnte das künftig für Urlauber, Studenten oder Arbeitnehmer bedeuten, die in die USA wollen?

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Nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten gibt es noch viele Fragezeichen. Unklar ist, ob er all seine Wahlversprechen umsetzen wird. Angekündigt hat er auch, dass er im Kampf gegen den Terrorismus eine besondere Sicherheitsüberprüfung von Zuwanderern aus anderen Ländern für angebracht hält. Was kann das bedeuten?

EU-Urlauber können derzeit relativ problemlos in die USA reisen. Das Visa Waiver Program ermöglicht ihnen eine visumsfreie Einreise. „Gerade Urlaubs- und Geschäftsreisende profitieren mit diesem Verfahren bei der Einreise in die USA“, teilt der Deutsche Reiseverband (DRV) auf Anfrage mit. 

Studierende und Wissenschaftler, die an einer US-amerikanischen Hochschule studieren, lehren oder forschen, benötigen zur Einreise in die USA auf jeden Fall ein Visum. Nach Angaben des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) sind die Erfahrungen bei der Einreise aber „wieder sehr gut“. 

Wer in den USA eine Beschäftigung aufnehmen möchte, muss ein Arbeitsplatzangebot in den Vereinigten Staaten vorweisen. Außerdem muss der Arbeitgeber ein sogenanntes Petitions-Formular ausfüllen, bevor der Arbeitnehmer ein Visum beantragen kann. Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit berät Fachkräfte, die in den USA und anderen Ländern arbeiten möchten.

Zu diesem Zeitpunkt mag noch niemand vorhersagen, ob sich die Visabestimmungen unter Trump ändern – und wenn ja, wie. Aber: „Generell gibt es seit Jahrzehnten ein großes Interesse an den USA“, erklärt Beate Raabe von der ZAV. Das Interesse an englischsprachigen Ländern sei sowieso sehr hoch – auch nach der Brexit-Entscheidung der Briten habe man in dieser Hinsicht für Großbritannien keinen Rückgang gespürt.

dpa

stol