Samstag, 20. Februar 2016

Tsipras: Lassen uns in Flüchtlingskrise nichts mehr vorwerfen

Nach dem EU-Krisengipfel hat sich Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras gegen weitere Vorwürfe und Drohungen aus der Europäischen Union verwahrt.

Alexis Tsipras
Alexis Tsipras

„Griechenland hat in der Flüchtlingskrise eine große Last zu tragen und seine Schuld erfüllt“, sagte er am Samstag bei einer Debatte im griechischen Parlament. „Wir lassen nicht zu, dass fremdenfeindliche Regierungen mit dem Finger auf uns zeigen“, betonte er mit Blick auf die Länder, die sich einer Umverteilung verweigern.

Die Drohung, Griechenland aus dem Schengenraum auszuschließen, sollte es seine Grenzen nicht besser schützen, sei vom Tisch, sagte der Regierungschef.

Griechenland habe das menschliche Gesicht Europas gezeigt, indem es die Flüchtlinge und Migranten trotz der jahrelangen Wirtschaftskrise des Landes in Empfang genommen und versorgt habe, während andere Länder Zäune zogen. „Griechenland wird nicht an den Rand Europas gedrängt, weil Fremdenfeinde und Rassisten das wollen. Vielmehr sollten diese an den Rand gedrängt werden.“

apa/dpa

stol