Mittwoch, 14. Oktober 2015

Türkischer Premier: IS oder PKK hinter Anschlag in Ankara

Die türkische Regierung vermutet nach eigener Darstellung die Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) oder die verbotene Untergrundorganisation Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hinter dem Anschlag in Ankara.

Foto: © APA/EPA

Es gebe Hinweise auf Verbindungen zu beiden Gruppen, sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Einige der Verdächtigen hätten sich mehrere Monate in Syrien aufgehalten. Am Dienstag hatte ein Regierungsvertreter eine einheimische IS-Zelle als mögliche Urheberin genannt.

Bei der Explosion von zwei Bomben in der türkischen Hauptstadt während einer Friedensdemonstration pro-kurdischer Aktivisten am Samstag waren 97 Menschen ums Leben gekommen.

„Wir ermitteln gegen zwei Terrororganisationen“, sagte Davutoglu in Istanbul. „Uns liegen gewisse Hinweise vor, dass die Selbstmordattentäter Verbindung zum IS hatten, aber auch einige Verbindungen zu PKK-Gruppen“, erklärte er. „Einige Verdächtige waren für mehrere Monate in Syrien.“

Untersucht werde auch, ob es vor dem Angriff zu Versäumnissen bei den Sicherheitskräften oder Geheimdiensten kam. Die Chefs der Polizei sowie des Geheim- und Sicherheitsdienstes in Ankara seien suspendiert worden, wie die offizielle Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch meldete.

apa/reuters/afp

stol