Montag, 04. Juli 2016

Umstrittener russischer Kinderschutzbeauftragter tritt zurück

Die Ablösung des russischen Kinderschutzbeauftragten Pawel Astachow wurde per Internetpetition gefordert, nachdem er die Opfer eines Bootsunglück öffentlich belächelt hatte.

Die Eltern setzen sich durch: Durch Internetpetition zum Rücktritt gezwungen
Die Eltern setzen sich durch: Durch Internetpetition zum Rücktritt gezwungen - Foto: © shutterstock

Nach zahlreichen Skandalen hat der russische Kinderschutzbeauftragte Pawel Astachow seinen Rücktritt erklärt. Zuletzt hatte der 49-Jährige Eltern gegen sich aufgebracht, als er nach einem Bootsunglück mit 14 Toten zwei überlebende Mädchen vor laufender Fernsehkamera fragte: „Na, also: Wie seid ihr geschwommen?“

Zehntausende forderten daraufhin in einer Internetpetition seine Ablösung. Der Kreml bestätigte am Montag den Rücktritt, nannte aber keine Gründe. Der Jurist war seit 2009 im Amt.

Seitdem war er mehrfach in die Kritik geraten. So hatte er etwa die umstrittene Ehe eines älteren Mannes mit einer Jugendlichen im Kaukasus indirekt mit den Worten gerechtfertigt, die Hochzeit sei nachvollziehbar – in der Region seien Frauen mit 27 Jahren „runzlig“.

apa

stol