Mittwoch, 14. Dezember 2016

UN verurteilen brutale Massenvergewaltigungen im Südsudan

Der UN-Menschenrechtsrat hat die Massenvergewaltigungen Tausender Frauen und Mädchen im Südsudan scharf verurteilt. Das Ausmaß sexueller Gewalt sei schockierend, hat der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, am Mittwoch in Genf gesagt. In Schutzcamps in der südsudanischen Hauptstadt Juba hätten 70 Prozent der Frauen von Vergewaltigungen durch Polizisten oder Soldaten berichtet.

Der UN-Menschenrechtsrat hat die Massenvergewaltigungen Tausender Frauen und Mädchen im Südsudan scharf verurteilt.
Der UN-Menschenrechtsrat hat die Massenvergewaltigungen Tausender Frauen und Mädchen im Südsudan scharf verurteilt. - Foto: © shutterstock

„Um den Schrecken der Massenvergewaltigungen zu schildern, fehlen uns die Adjektive“, sagte UN-Kommissarin Yasmin Sooka. Dort stationierten UN-Blauhelmtruppen wurde in dem Zusammenhang unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte das Versagen der Blauhelme als alarmierend bezeichnet.

Ethnische Polarisierung besorgniserregend

In vielen Fällen sind die Untaten den Vereinten Nationen zufolge gegen bestimmte ethnische Gruppen gerichtet. Die ethnische Polarisierung im jüngsten Staat Afrikas sei besorgniserregend. In Teilen finde bereits ein stetiger Prozess der „Säuberungen“ statt. Auf die sich zuspitzende Situation will der Menschenrechtsrat mit einer Resolution reagieren, die die Verfolgung von Straftätern erleichtern und die Frauen besser schützen soll.
Der Ende 2013 ausgebrochene Bürgerkrieg hat bereits Zehntausende Opfer gefordert. Rund 2,5 Millionen Menschen sind vor der Gewalt geflohen.

apa/dpa

stol