Mittwoch, 24. Juni 2015

US-General: NATO muss Russland bei Propaganda Paroli bieten

Angesichts des Ukraine-Konflikts muss die NATO nach Überzeugung von US-Militärs auch um die Deutungshoheit der Ereignisse kämpfen.

Wladimir Putin
Wladimir Putin - Foto: © APA/EPA

„Es ist wichtig, dass sich der Westen dem Wettbewerb auch im Informationsraum stellt“, sagte der Kommandant der US-Truppen in Europa, Generalleutnant Ben Hodges, der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Es gehe darum, eine Antwort auf die Desinformationskampagnen Russlands zu finden, die Teil seiner sehr speziellen Kriegsführung („Hybrid Warfare“) in der Ostukraine seien. Russland habe sehr viel Geld für Medienkampagnen ausgegeben. Die Art der Kriegsführung bedeute, „die Temperatur minimal unter 100 Grad zu halten, das Recht und die Informationen zu verdrehen und Zweifel zu säen“.

Solche Taktiken könnten den Boden bereiten für eine Situation, in der Russland einen Anlass für ein Engagement zugunsten russischer Minderheiten in anderen Ländern konstruiere, sagte Hodges. Zwar habe der russische Präsident Wladimir Putin keine Absicht, gegen die NATO zu kämpfen. „Aber ich bin mir sicher, er will einen Keil zwischen die USA und Europa treiben.“

apa/dpa

stol