Donnerstag, 08. Oktober 2015

USA: Russische Luftschläge in Syrien meist nicht gegen Terroristen

Mehr als 90 Prozent der bisher von den USA registrierten russischen Luftangriffe in Syrien gelten nicht der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) oder Terroristen, die mit Al-Kaida verbündet sind.

Foto: © APA/AP

Dies sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby, am Mittwoch in Washington.

Die Luftschläge seien weitgehend gegen Oppositionsgruppen gerichtet, die gegen einen Verbleib des Regimes von Präsident Bashar al-Assad an der Macht seien.

Russland griff nach eigenen Angaben erstmals von Kriegsschiffen im Kaspischen Meer Ziele in Syrien an. Mehrere Kreuzer hätten elf Stellungen der Terrormiliz bombardiert, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Mittwoch.

Moskau hatte vor einer Woche mit Luftangriffen in Syrien begonnen und argumentiert, damit den IS bekämpfen zu wollen. Das syrische Regime begann unterdessen eine Bodenoffensive gegen Rebellen. Die Gefechte nördlich der Stadt Hama seien die heftigsten seit Monaten, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch.

apa/dpa

stol