Dienstag, 06. März 2018

Van der Bellen, Kurz, Sobotka und Kneissl: Kompatscher in Wien

Nach einem Besuch bei Außenminsterin Karin Kneissl ist Landeshauptmann Arno Kompatscher ist am Dienstagnachmittag in Wien mit Präsident Alexander Van der Bellen und Kanzler Sebastian Kurz zu Arbeitsgesprächen zusammengetroffen.

Sebastian Kurz und Arno Kompatscher in Wien.
Sebastian Kurz und Arno Kompatscher in Wien. - Foto: © LPA

Bei dem Treffen mit Bundespräsidenten Van der Bellen ging es um die Beziehungen Österreichs zu Südtirol und anstehende gemeinsame Herausforderungen. Van der Bellen bezeichnete Südtirol einmal mehr als eine „Herzensangelegenheit“, wie schon bei seinem Staatsbesuch in Meran.

Im Mittelpunkt des Arbeitsgesprächs mit Bundeskanzler Sebastian Kurz im Bundeskanzleramt stand hingegen die Weiterentwicklung der Südtiroler Autonomie, auch im Lichte der jüngsten Parlamentswahlen in Italien. „Eine enge Abstimmung mit der österreichischen Bundesregierung ist für Südtirol angesichts der Schutzfunktion, die Österreich für Südtirol ausübt, sowie der internationalen Verankerung der Autonomie sehr bedeutsam“, betonte Landeshauptmann Kompatscher. Bundeskanzler Kurz bekräftigte seine Unterstützung für die Autonomiepolitik Südtirols: „Österreich wird seine Schutzfunktion ernst nehmen und die Autonomieentwicklung weiter aufmerksam im Blick behalten.“ 

Zuvor war Landeshauptmann Kompatscher erstmals mit Wolfgang Sobotka in dessen neuer Funktion als Nationalratspräsident zusammengetroffen. Sobotka würdigte Südtirol als internationales Vorzeigemodell einer gelungenen und gelebten Autonomieregelung. Nationalratspräsident Sobotka sicherte Landeshauptmann Kompatscher zu, dass Österreich auch in Zukunft an der Schutzfunktion für Südtirol festhalten werde, wie vom Pariser Vertrag von 1946 vorgesehen, und verwies in diesem Zusammenhang auf den parteiübergreifenden Konsens, der darüber im Nationalrat herrsche. 

lpa

stol