Dienstag, 14. März 2017

"Von einsprachig deutschen Namen bleibt wenig übrig"

Die Sechserkommission hat sich nach eigenen Angaben zu einem Kompromiss in der Toponomastikfrage durchgerungen. Walter Oberhauser, Eppaner Gemeinderatsmitglied der Süd-Tiroler Freiheit, hat sich angeschaut, was dieser Kompromiss konkret für seine Gemeinde bedeutet.

Schloß Hocheppan und Schloß Matschatsch
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Schloß Hocheppan und Schloß Matschatsch

Oberhauser zeigt sich enttäuscht, denn: „Nur wenige Orts- und Flurnamen dürfen ausschließlich auf Deutsch geführt werden. Zu diesen zählen die Namen Schloss Hocheppan und Schloss Matschatsch, die künftig im Italienischen Castel Hocheppan und Castel Matschatsch heißen dürfen.“

Sämtliche faschistischen Fraktions- und Weilernamen sollen dagegen bleiben. Für Oberhauser ist damit klar: „Die Eppaner und die übrigen Südtiroler sollen also weiterhin mit erfundenen Begriffen wie Colterenzio, Cornaiano, Frangarto, Gaido, Ganda, Missiano, Monte, Monticolo, Pradonico, Riva di Sotto zwangsbeglückt werden! Das dürfen wir nicht hinnehmen! Zudem müssen wir die Eppaner Ratskommission überzeugen, dass sie sich gegen die verbindliche Verwendung dieser Pseudonamen in den Straßennamen ausspricht!“

Walter Oberhauser

Süd-Tiroler Freiheit
Gemeinderatsmitglied von Eppan

Süd-Tiroler Freiheit, Bozen

stol