Die Lage am Brenner sei zwar stabil, doch im Juli habe es einen hohen Anstieg der Aufgriffe bei Güterzügen gegeben, erklärte Tomac. Mithilfe des Bundesheeres soll nun sowohl die Intensität, als auch die Qualität der Kontrollen erhöht werden. Da am Brenner die Schengen-Bestimmungen nicht ausgesetzt sind, gebe es in Nordtirol nur die Möglichkeit von Kontrollen im Hinterland und Schleierfahndungen.„Es gilt nicht nur illegaler Migration vorzubeugen, sondern vor allem Menschenleben zu retten“, sagte der Landespolizeidirektor und erinnerte dabei an die beiden Todesopfer auf einem Güterzug im vergangenen Jahr.Das Bundesheer werde die Exekutive sowohl bei den Kontrollen der Güterzüge, aber auch die Streifentätigkeit auf der Autobahn und den Bundesstraßen unterstützen. In Nauders (Bezirk Landeck) sollen ebenfalls Soldaten zur Unterstützung der Polizei zum Einsatz kommen. Ein Assistenzeinsatz in Sillian in Osttirol sei bisher jedoch kein Thema.Die Soldaten sollen zunächst gemeinsam mit den Polizisten unterwegs sein. „Es kann aber auch sein, dass eine Bundesheer-Patrouille alleine unterwegs ist“, meinte Tomac. Dies soll jeweils lagebedingt entschieden werden. Auch die Befugnisse der Soldaten könnten situationsbedingt angepasst werden. Durch die Kontrollen soll es möglichst zu keiner Beeinträchtigung des Verkehrs kommen. Auch die Güterzugkontrollen könnten mithilfe des Bundesheeres in Zukunft rascher durchgeführt werden, hieß es.apa