Dienstag, 03. Juli 2018

Wirtschaftsmaßnahmen der Regierung: „Rückschritt anstatt Fortschritt“

Der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh) sieht das von Arbeitsminister Luigi Di Maio durchgedruckte „Würde-Dekret“ (decreto dignità) äußerst kritisch. Die geplanten Maßnahmen für befristete Verträge bremsen die Beschäftigung, anstatt sie anzukurbeln, so der lvh.

lvh-Präsident Gerd Lanz äußert sich kritisch über das neue Maßnahmenpaket des Arbeitsministers Luigi Di Maio.
lvh-Präsident Gerd Lanz äußert sich kritisch über das neue Maßnahmenpaket des Arbeitsministers Luigi Di Maio.

Wie berichtet, will Arbeitsminister Luigi Di Maio den Jobs Act der Regierung Renzi teilweise rückgängig machen. Befristete Arbeitsverträge sollen nicht länger als 24 Monate dauern dürfen, bei der Erneuerung des befristeten Vertrags steigen die Lohnnebenkosten.

Sollte das sogenannte ‚Decreto dignità‘ genehmigt werden, befürchtet der lvh nun einen enormen Rückschritt, was die Beschäftigung angeht.

Vor allem die limitierte Anwendung von befristeten Arbeitsverträgen könnte große negative Auswirkungen mit sich bringen: „Schon wieder kommt es zu einem typisch italienischen Politikphänomen: Bestehende Gesetze werden aufgehoben und umgedreht. Die Opfer sind zum wiederholten Male die Unternehmen“, beklagt lvh-Präsident Gert Lanz.

Gemeinsam mit dem nationalen Handwerkerverband wolle man nun bei der Regierung intervenieren. „Unser Ziel ist es, ein stabiles Beschäftigungsumfeld zu schaffen, in dem Unternehmen großartige Leistungen erbringen und Jugendliche einzigartige Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten erhalten. Hierfür benötigen wir sinnvolle und nachhaltige gesetzliche Voraussetzungen“, so Lanz.

stol

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