Dienstag, 22. März 2016

Zahlreiche Tote bei Terroranschlägen in Brüssel - VIDEOS

Bei mehreren mutmaßlichen Terroranschlägen am Flughafen und in der U-Bahn von Brüssel sind am Dienstag zahlreiche Menschen getötet und viele weitere verletzt worden. Allein am Flughafen wurden nach Informationen des belgischen Senders VRT mindestens 13 Menschen getötet und 35 weitere verletzt.

Zwei Explosionen haben am Dienstagmorgen mehrere Tote und Verletzte gefordert.
Zwei Explosionen haben am Dienstagmorgen mehrere Tote und Verletzte gefordert. - Foto: © APA/AFP

Die Terrorwarnstufe in Belgien wurde auf die höchste Stufe angehoben, wie ein Sprecher von Innenminister Jan Jambon am Dienstag mitteilte. Dem Sender RTBF zufolge nahm die Staatsanwaltschaft Antiterror-Ermittlungen auf.

Vermutlich Selbstmordanschlag - Dritte Bombe wurde gefunden

Der Flughafen Brüssel-Zaventem wurde geschlossen, Flüge nach Brüssel wurden umgeleitet. Die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft STIB schloss zudem aus Sicherheitsgründen alle Metrostationen. Auch mehrere Straßentunnel und Bahnhöfe wurden gesperrt.

Nach Angaben von Augenzeugen ereigneten sich am Dienstagmorgen gegen 8.00 Uhr zunächst am Flughafen kurz nacheinander zwei Explosionen. Die Detonationen seien von mindestens einem Selbstmordattentäter verursacht worden, berichtete der Sender VRT. Zeugen wollen zuvor Schüsse gehört haben.

Eine Person habe etwas auf Arabisch gerufen, berichteten mehrere Menschen vor Ort der Nachrichtenagentur Belga. Nach weiteren Medienberichten wurde am Flughafen auch eine dritte Bombe entdeckt, die nicht detoniert war.

15 Tote bei Anschlag auf Metrostation

Später kam es in der Metrostation Maelbeek im EU-Viertel von Brüssel zu einer Detonation. Im Internet verbreiteten sich Bilder, die diese Metro-Station zeigen sollen und auf denen Rauch zu sehen war. Hier soll es 15 Tote und zahlreiche Verletzte gegeben haben.

Auf Bildern vom Brüsseler Flughafen waren blutverschmierte Menschen mit zerrissener Kleidung zu sehen. In einer der Flughafenhallen stürzte offensichtlich durch die Wucht der Explosionen die Deckenverkleidung herab. Eine riesige Glasfront wurde zerstört.

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Der niederländische Reporter Dennis Kranenburg war zufällig am Brüsseler Flughafen und berichtete im niederländischen Radio: „Wir kamen gerade an und wollten einchecken. Da war in etwa 30, 40 Meter Entfernung ein riesiger Lichtblitz. Große Brocken von der Decke fielen runter. Jeder fing an zu schreien und die Leute rannten weg.“

Posted by Jef Versele on Tuesday, 22 March 2016

apa/dpa/reuters/afp

stol