Mittwoch, 11. April 2018

Zuckerberg: Auch meine Daten gingen an Cambridge Analytica

Auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg ist persönlich von dem aktuellen Datenskandal bei dem Online-Netzwerk betroffen. In einer Anhörung im US-Kongress am Mittwoch sagte Zuckerberg auf eine entsprechende Frage, dass auch seine Informationen an das umstrittene Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica gegangen seien. Weitere Details dazu gab es zunächst nicht.

Laut Mark Zuckerberg gingen auch seine Daten an das umstrittene Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica.
Laut Mark Zuckerberg gingen auch seine Daten an das umstrittene Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica. - Foto: © APA/AFP

Bei dem aktuellen Datenskandal hatte der Entwickler einer Umfrage-App vor mehr als 4 Jahren Informationen von Facebook-Nutzern unrechtmäßig an die Firma Cambridge Analytica weitergereicht, die später unter anderem für das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump arbeitete. Dabei ging es nicht nur um die Daten der rund 300.000 Umfrage-Teilnehmer, sondern auch um die ihrer Facebook-Freunde. Der Daten-Zugriff für App-Entwickler ließ diesen breiten Einzug von Informationen von 2007 bis 2014 zu.

Nach Einschätzung von Facebook könnten die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern weltweit betroffen sein – darunter potenziell von gut 70 Millionen Amerikanern. Cambridge Analytica selbst erklärte, man habe Informationen zu 30 Millionen Nutzern erhalten. Facebook wusste seit Ende 2015 von der unerlaubten Datenweitergabe – gab sich aber mit der Zusicherung zufrieden, dass sie vernichtet worden seien und informierte die betroffenen Nutzer nicht. Das wird erst jetzt nachgeholt.

apa/dpa 

stol