Dienstag, 22. Mai 2018

Zuckerberg: „Werden Datenschutzgrundverordnung einhalten“

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat sich am Dienstagabend zur EU-Datenschutzgrundverordnung zu bekannt. Facebook werde die Verordnung „in 3 Tagen einhalten“, sagte Zuckerberg im Europaparlament in Brüssel. Als besonderes Anliegen bezeichnete er die Identifizierung und Schließung gefälschter Konten mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Politisch will sich Zuckerberg für Facebook nicht festlegen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat sich am Dienstagabend zur EU-Datenschutzgrundverordnung zu bekannt.
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat sich am Dienstagabend zur EU-Datenschutzgrundverordnung zu bekannt. - Foto: © APA/AFP

„Wir sind offen für unterschiedlichste politische Meinungen“, sagte er gegenüber den Fraktionsvorsitzenden des EU-Parlaments und Präsident Antonio Tajani. Von Abgeordneten der Rechten wurde darauf hingewiesen, dass seit Anfang des Jahres politisch rechts stehende Meinungen auf Facebook zu 25 Prozent reduziert worden seien.

Zuckerberg setzt auf künstliche Intelligenz 

Zuckerberg setzt bei der Bekämpfung von Fake News vor allem auf künstliche Intelligenz. Schon jetzt „sind wir in der Lage, damit 99 Prozent der ISIS bzw. Al-Kaida-bezogenen Inhalte zu identifizieren und zu entfernen“, sagte er. Außerdem verwies er auf Online-Mobbing und die Erkennung von Selbstmordgefährdeten. „Wir haben 3000 Menschen eingestellt, die so rasch reagieren, dass wir das in weniger als 10 Minuten entfernen“, sagte er.

Der Schutz von Wahlen sei ihm ein besonderes Anliegen. Wobei er konzedierte, dass „wir nie perfekt sein werden“. Allerdings werde Facebook vom reaktiven Management hin zu einem proaktiveren Ansatz kommen. Wesentlich sei auch mehr Rechenschaftspflicht. Zuckerberg kündigte an, Transparenzmaßnahmen weltweit bis in den Sommer umzusetzen. Regulatorien seien wichtig, doch dürften damit nicht Innovationen im Keim erstickt werden, fügte er hinzu.

Er bleibe dabei, dass Facebook eine Plattform für alle Ideen sein wolle. Insofern sei man politisch nicht voreingenommen. „Ich kann mich auch dazu verpflichten, dass wir niemals Entscheidungen treffen, welche Inhalte erlaubt sind und ob wir ein Ranking aufgrund der politischen Färbung“ machen.

apa

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stol