Donnerstag, 25. Februar 2016

Zusammenarbeit und Vernetzung von Gemeinden und Sozialdiensten

Sozialdienste Bezirksgemeinschaften und Sozialreferenten diskutieren gemeinsam darüber, wie sie Ihre Zusammenarbeit stärken können

Luca Critelli, Karl Tragust, Brigitte Waldner
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Luca Critelli, Karl Tragust, Brigitte Waldner

Nals. Im Auftrag der Abteilung 24 Soziales, organisierte das Bildungshaus Lichtenburg diesen Workshop. Die Anforderungen an die politisch Verantwortlichen in den Gemeinden und an die Sozialdienste der Bezirksgemeinschaften werden zunehmend komplexer und schwieriger. Der Landesabteilung für Soziales ist es ein Anliegen,  die Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen  für soziale Themen innerhalb der Gemeinden  zu unterstützen und zu stärken, um gemeinsam Soziales zu gestalten.  Soziale Arbeit ist abhängig von Politik, beeinflusst diese aber gleichzeitig vielfältig. Im Bildungshaus Lichtenburg trafen sich Vertreter der sieben Bezirksgemeinschaften  zum Austausch mit politischen Vertretern und Mitarbeitern der Sozialdienste.

Wie definiert sich „Soziales“  heute?

 Dieser Frage ging Karl Tragust in seinem Impulsreferat nach. „Soziale Notsituationen sind  der Kern für Soziales“, so Tragust.  Die Leitlinien des Sozialplanes aus dem Jahr 1991 beinhalten auch heute noch die wichtigsten Botschaften wie Eigenverantwortung, Solidarität, Unterstützung der Familie und anderer sozialer Netzwerke, Prävention, Bürgernähe, Bedarfsgerechtigkeit und Wahlfreiheit. Soziale Arbeit muss Politik möglichst effektiv umsetzen und darf dabei doch ihre Kritikfähigkeit nicht verlieren.

Luca Critelli , Direktor der Abteilung Soziales, verwies auf die Herausforderung mit den knappen Ressourcen und Finanzen der letzten fünf Jahre trotzdem eine gut funktionierende 3er-Beziehung, Land, BZG und Gemeinde, bei qualitativ gutem Angebot gewährleisten zu können. Gebhard Mair

Direktor Sozialdienste BZG Pustertal und Bernhard von Wohlgemuth, Direktor Sozialdienste

BZG Überetsch-Unterland stellten die Geschichte, die Entwicklung und die derzeitigen Aufgaben der Sozialdienste vor und zeigten anschaulich die  Besonderheiten des Sozialwesens in Südtirol auf.

Weitere Themen beim Treffen in der Lichtenburg waren die Rolle der sozialpolitisch Verantwortlichen in der Gemeinde  und deren  politische Verantwortung. Über die Aufgabenverteilung zwischen Land,  Gemeinden und Bezirksgemeinschaften und Perspektiven für die Zukunft sprach Andreas Schatzer,  Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes. Auch Landesrätin Martha Stocker lobte die Initiative der Zusammenarbeit und Vernetzung und betonte die Wichtigkeit der sozialen Dienste im Land.

Anschließend wurden im Workshop gemeinsame Anliegen im Organisationssystem erarbeitet und im Plenum vorgestellt. In einem waren sich alle Anwesende einig. Vieles ist gut, manches ist ausbau- und verbesserungsfähig, und ein stärkeres Miteinander zielführend für den Bürger.

Lichtenburg, Nals

stol