Samstag, 07. März 2015

Zwei Europäer und drei Einheimische bei Anschlag in Mali getötet

Bei dem Anschlag auf ein Restaurant in der malischen Hauptstadt Bamako sind zwei Europäer und drei Einheimische getötet worden. Unter den Opfern sind nach Behördenangaben ein Franzose und ein Belgier, der für die EU-Vertretung in Mali arbeitete. Mindestens acht Personen wurden beim Anschlag verletzt. Laut Behördenangaben wurden inzwischen zwei Verdächtige festgenommen.

Ein Soldat vor dem Restaurant "La Terrasse" in Bamako, in dem fünf Personen ums Leben kamen.
Ein Soldat vor dem Restaurant "La Terrasse" in Bamako, in dem fünf Personen ums Leben kamen. - Foto: © LaPresse

Die Polizei sprach am Samstag von einem „Terroranschlag“, die UNO-Mission MINUSMA verurteilte die „feige und schändliche“ Tat.

Nach MINUSMA-Angaben stürmte in der Nacht auf Samstag mindestens ein maskierter Bewaffneter das bei Ausländern beliebte Lokal in einer belebten Straße im Zentrum von Bamako und eröffnete das Feuer auf die Gäste.

Mindestens acht Menschen wurden nach Krankenhausangaben verletzt, darunter mindestens zwei Schweizer. Stunden später meldeten die Behörden die Festnahme von zwei Verdächtigen.

Laut der UNO-Mission waren unter den Verletzten zwei internationale Experten des Minenräumungsdienstes der Vereinten Nationen (UNMAS).

Nach Polizeiangaben sei der Belgier bei der Flucht der Täter vor seinem Haus in der Nähe des Lokals erschossen worden. Außerdem sei ein Polizist durch eine Granate ums Leben gekommen.

Zu den Opfern gehörten auch ein Mädchen und ein Wachmann. 

Der belgische Außenminister Didier Reynders zeigte sich schockiert über den „feigen und gemeinen Terror“. Frankreichs Präsident Francois Hollande verurteilte den „feigen Anschlag“. Der malische Präsident Ibrahim Boubacar Keita berief den Verteidigungsrat ein.

apa/afp/Reuters/sda

stol