Dienstag, 12. Juli 2016

13,6 Millionen Euro für Vinschger Bahn bereitgestellt

Am Dienstag hat die Landesregierung Gelder für die Elektrifizierung der Vinschger Bahn bereitgestellt. Für Mobilitätslandesrat Florian Mussner sind mehr Kapazität, ein Halbstundentakt und Direktzüge bis Bozen die prioritären Ziele, die mit der Elektrifizierung der Bahnlinie Meran-Mals erreicht werden sollen.

Die Elektrifizierung der Vinschgerbahn soll zügig ins Rollen kommen. - Foto: LPA
Badge Local
Die Elektrifizierung der Vinschgerbahn soll zügig ins Rollen kommen. - Foto: LPA

Auf Antrag von Landesrat Mussner hat die Landesregierung am 12. Juli rund 13,6 Millionen Euro für die dafür notwendigen Arbeiten in den Jahren 2016 bis 2019 genehmigt, allein für 2016 stehen rund 3,9 Millionen Euro bereit, schreibt das Landespresseamt in einer Aussendung am Dienstag. Mit den Geldern wird die Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) schrittweise die wichtigsten Arbeiten vornehmen. Vorbereitende Arbeiten sind bereits im Laufen.

Alle Bahnsteige müssen verlängert werden

Nun geht es an die konkrete Umsetzung. Erste Ausschreibungen soll es laut Mussner bereits im Juli geben. Für den Einsatz der sechsteiligen Flirt-Züge müssen alle  Bahnsteige längs der Linie in den nächsten zwei Jahren verlängert und an einigen Bahnhöfen Unterführungen errichtet werden. Zudem werden rund 1500 Masten für die Oberleitung aufgestellt und ein Gleisabschnitt wird begradigt. Dazu kommen noch eine ganze Reihe technischer Arbeiten wie etwa an den Kreuzungsstellen oder am Signalsystem.

Technische Umrüstung der Flirt-Züge notwendig

Ein Großteil der nun genehmigten Gelder wird für die technische Umrüstung der Flirt-Züge in Anspruch genommen. Dies ist Voraussetzung dafür, dass die Züge auch auf dem Stromnetz der Vinschger Bahn mit 25 Kilovolt laut neuem europäischen Standard verkehren können.

Insgesamt sind für die gesamte Elektrifizierung der Vinschger Bahnlinie, für die Entwicklung des neuen Zugtyps mit Einbau des europäischen Signalsystems und Aufrüstung für 25 Kilovolt von Seiten des Landes rund 66,5 Millionen Euro erforderlich. Zehn Millionen Euro sollten durch den Verkauf der Züge eingehen, ein Teil der Geldmittel sollte außerdem über die EU bereit gestellt werden, so der Landesrat. Nach dem bereits für 2015 genehmigten Betrag von knapp 4,3 Millionen Euro und dem nun beschlossenen weiteren Betrag hat die Landesregierung bisher insgesamt 17,9 Millionen Euro für die neue Vinschger Bahn bereit gestellt.

Elektrifizierung ist vorrangiges Ziel beim Ausbau des lokalen Bahnverkehrs 

„Die Elektrifizierung der Vinschger Bahn ist dringend notwendig und daher ein vorrangiges Ziel beim weiteren Ausbau des lokalen Bahnverkehrs“, sagt Mussner. „Mit längeren, sechsteiligen, elektrobetriebenen FLIRT-Zügen, mit halbstündlichen Verbindungen und mit der Möglichkeit, die Züge schrittweise bis nach Bozen durchzubinden ergeben sich ganz neue Perspektiven, um Mobilität weiter auf die Schiene zu verlagern", erklärt der Mobilitätslandesrat.

stol/lpa

stol