Samstag, 13. Mai 2017

Achammer: „Will kein selbstgefälliger Politiker sein“

Gespannt warteten die anwesenden Funktionäre auf der SVP-Landesversammlung auf die Rede ihres Obmannes Philipp Achammer. Dieser sagte in seiner kämpferischen Rede, dass er sich nicht aus der Verantwortung stehlen werde und daher, trotz Kritik an seiner Person, sich der Wiederwahl stellen werde.

Philipp Achammer
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Philipp Achammer - Foto: © STOL

„Ich stehe heute vor euch, um mich für eine weitere Periode als SVP-Obmann zu bewerben.“ Das sei nicht immer so klar gewesen. „Zu Beginn dieses Jahres habe ich mir nämlich des Öfteren die Frage gestellt, ob dieser Achammer wirklich der Richtige ist für die SVP.“ Er kenne die Kritik an seiner Person, dass er oft zu viel moderieren, als die Partei führen würde. „Aber“, so Achammer, „ich will kein selbstgefälliger Politiker sein“.

Er werde sich aber nicht aus der Verantwortung stehlen: „Gerade weil mir die SVP so wichtig ist, werde ich mich der Herausforderung stellen und mich für eine Wiederwahl bewerben.“

Ihn habe erst kürzlich ein 17-Jähriger angesprochen und gefragt, wofür die SVP überhaupt noch stehe. „Das muss uns zu denken geben“, sagte Achammer. Da müsse man besser werden und der Bevölkerung erklären, was die SVP sei und wofür sie einstehe.

„Wir dürfen uns nicht als Schicksalsgemeinschaft sehen sondern als Interessensgemeinschaft.“ Es gehe um die gemeinsamen Werte. "Wir dürfen nicht zulassen, dass unser Land den Scharfmachern und den Demagogen überlassen wird", so Achammer. "Das Land ist am besten bei der SVP aufgehoben."

„Lassen uns vom Koalitionspartner nicht auf der Nase herumtanzen“

Hart ins Gericht ging Philipp Achammer mit dem Koalitionspartner in der Landesregierung, dem „Partito Democratico“: „Wir können es absolut nicht akzeptieren, dass uns unser Koalitionspartner in wichtigen Sachthemen auf der Nase herumtanzt, wie dies in der Toponomastikfrage der Fall war.“

sor

stol