Dienstag, 23. Juni 2015

Anerkennung der Lehramtsstudien ist wichtigste Baustelle

Die Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) reagiert vorsichtiger, aber erfreut auf die Ankündigung von Bildungslandesrat Philipp Achammer, dass die Chancen, die Abschlüsse der reformierten, österreichischen Lehramtsstudien in Italien zukünftig anerkennen zu können, hoch sind.

Es geht um die Anerkennung des neuen österreichischen Lehramtsstudiums.
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Es geht um die Anerkennung des neuen österreichischen Lehramtsstudiums. - Foto: © shutterstock

Die Reform des österreichischen Lehramtsstudiums hat auch großen Einfluss auf das Südtiroler Bildungssystem, da der überwiegende Teil der zukünftigen Lehrer der Südtiroler Sekundarschulen (Mittel- und Oberschulen) ihr Studium in Österreich absolviert.

Schwierigkeiten mit bestimmten Fächern

In der Vergangenheit konnte der in Österreich erworbene Studientitel  sowie die entsprechende Berufsbefähigung in Italien „relativ problemlos“ anerkannt werden. Freilich kam es bei bestimmten Fächern immer wieder zu unangenehmen Überraschungen.

Im Zuge der Reform des Lehramtsstudiums, das die Absolvierung eines vierjährigen Bachelors (240 ECTS) sowie eines anderthalbjährigen oder zweijährigen Masters (90 bzw. 120 ECTS) vorsieht, wurde das bislang gängige Prozedere obsolet.

ECTS-Anerkennung problematisch

Besonders die bisher nicht eindeutige Regelung zur ECTS-Anzahl im Masterstudium galt  —  in Bezug auf die Anerkennung in Italien  —  als problematisch. Laut Achammer scheint diesbezüglich aber eine Lösung in Aussicht zu sein (STOL hat berichtet).

Die sh.asus zeigt sich erfreut, dass langsam Bewegung in diese dringende Angelegenheit kommt.

Es bleibt zu hoffen, dass das Gespräch zwischen der österreichischen Bildungsministerin Heinisch-Hosek und Landesrat Achammer auch bei den italienischen Verantwortlichen auf Gehör stößt. Die Anerkennung des neuen österreichischen Lehramtsstudiums gehöre sicherlich zu den wichtigsten hochschulpolitischen Baustellen der laufenden Legislatur.

stol

stol