Montag, 30. Mai 2016

Bluttat Heuschreck: Heute beginnt der Mordprozess gegen Quici

Es ist über ein Jahr her, dass Alessandro Heuschreck in der Wohnung in der Bozner Freiheitsstraße aufgefunden wurde. Messerstiche am ganzen Körper, blutüberströmt, tot. Heute beginnt am Bozner Landesgericht der Schwurgerichtsprozess gegen seine Verlobte Ester Quici.

Ester Quici wird heute vor Gericht gestellt. Sie soll vor einem Jahr ihren Verlobten Alessandro Heuschreck ermordet haben.
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Ester Quici wird heute vor Gericht gestellt. Sie soll vor einem Jahr ihren Verlobten Alessandro Heuschreck ermordet haben.

Der 34-Jährigen wird zur Last gelegt, am Abend des 21. März 2015 ihren Verlobten Alessandro Heuschreck (50) getötet zu haben.

Laut Staatsanwältin Daniela Pol hat sich Heuschrecks Partnerin des Mordes schuldig gemacht (STOL hat berichtet). Die Gutachter der Staatsanwaltschaft waren nach der Autopsie zur Überzeugung gelangt, dass sich Heuschreck zumindest 2 der über 10 Messerstiche nicht selbst zugefügt haben könne. Ester Quici hatte die Notrufzentrale verständigt – allerdings erst, als es bereits zu spät war. Heuschreck war vor dem Eintreffen des Notarztes verblutet.

Quici beteuert ihre Unschuld

Quicis Verteidigung pocht weiter darauf, dass keine Tötungsabsicht bestand und dass sich Heuschreck die Verletzungen selbst zugefügt habe. Deren Gutachter befanden, dass keine von Heuschrecks Verletzungen für sich allein tödlich gewesen sei. Quicis Verteidiger Beniamino Migliucci und Enrico Lofoco sind überzeugt, die Unschuld ihrer Mandantin im Prozess beweisen zu können.

Ester Quici selbst, die Mitte März dem Tagblatt „Dolomiten“ ein erstes Interview gab, spricht von einem Selbstmord. Sie sagt: "Ich bin keine Heilige, aber ich habe Alex nicht umgebracht." Seit März befindet sich die Mordverdächtige Quici in Hausarrest.

stol

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