Freitag, 17. Mai 2019

Bozen: CasaPound huldigt den Faschismus

In Bozen war der Faschismus nie ganz weg, und mittlerweile steht er wieder voll im Saft. Sogar im Gemeinderat werden absolut schamlos faschistische Kampfreden gehalten. Am Mittwochabend war es wieder so weit.

Gemeinderat Andrea Bonazza sang ein Loblied auf den faschistischen Diktator Benito Mussolini. - Foto: DLife
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Gemeinderat Andrea Bonazza sang ein Loblied auf den faschistischen Diktator Benito Mussolini. - Foto: DLife

Bert Brecht (1898-1956) hatte schon im Jahr 1955 eine gewisse Ahnung, als er hinsichtlich der Widererstarkung des Faschismus den Satz schrieb: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“ Fruchtbar war er in der Landeshauptstadt Bozen seit jeher und es wird immer schlimmer: Im Gemeinderat sitzen wieder erklärte Faschisten des 3. Jahrtausends, die auch schon den Marsch der Schwarzhemden auf das Rathaus geübt haben.

Am Mittwochabend war wieder ihre Stunde gekommen. Am Ende der Sitzung wurde eine Sonderdebatte (Artikel 31) geführt. Beantragt hatten diese die Vertreter der Rechtsaußen-Opposition, allen voran CasaPound. Der Grund: Stadtrat Juri Andriollo hatte vor Kurzem in einem Medieninterview angemerkt, dass er unter gewissen Umständen der Bewegung CasaPound keinen gemeindeeigenen Saal zur Verfügung stellen würde.

Gemeinderat Andrea Bonazza von CasaPound nutzte die Debatte dazu, um ein Loblied auf den faschistischen Diktator Benito Mussolini zu singen und die „glorreichen“ Taten der Diktatur hervorzuheben.

D

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol