Die Stadt Bozen beschäftigt 12 Streetworker. „Doch ihre Aufgabe ist es nicht, Obdachlosen zu helfen“, sagt Sozialstadtrat Juri Andriollo. „Sie sind für Probleme mit Jugendlichen da, für Babygangs und andere schwierige Situationen.“<BR /><BR />In Wien kümmern sich Sozialarbeiter des Kältetelefons der Caritas um Menschen, die im Winter auf der Straße schlafen. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/das-kaeltetelefon-rettet-in-wien-obdachlose-vor-dem-erfrieren" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Sie rüsten sie auch vor Ort mit warmen Sachen aus oder bringen sie direkt in ein Notquartier. STOL hat berichtet.</a><BR /><BR />Für die Begleitung von Menschen auf der Straße, auch von Migranten, gebe es in Bozen ebenfalls zuständige Dienste, die Stadt und Land finanzieren. <h3> Andriollo: „200 bis 300 zusätzliche Menschen in Not – das übersteigt unsere Kapazitäten“</h3>„Mehr als 10 etwa betreuen den Camper von Volontarius, der medizinische Dienste für Obdachlose anbietet, und Essensausgabestellen für Menschen in Not“, sagt Andriollo. Er glaubt nicht, dass es in Bozen an einem Netzwerk für Obdachlose mangelt und verweist auf die Informationsstelle in der Brennerstraße, die eine Anlaufstelle für Notleidende sei, sowie auf Informationsbroschüren, die die Stadt verteile: „Die Menschen bei uns wissen, wo sie Hilfe bekommen. Das Problem ist, wie viele zu Betreuende es derzeit sind. 200 bis 300 mehr als üblich – das übersteigt unsere Kapazitäten.“<BR /><BR />Der junge Mann aus Ägypten, der vergangenen Freitag nahe des Bahnhofs in Bozen Süd erfroren ist, <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/obdachlose-in-der-kaelte-wie-ein-schreiben-des-landes-zum-elend-beitraegt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">sei erst seit wenigen Tagen in der Stadt gewesen:</a> „Angesichts der vielen Ankünfte ist es besonders schwierig, die Situation zu handeln“, sagt Andriollo. „Die Menschen sind auf der Straße, weil es keine Erstaufnahmezentren für Männer bei uns gibt. Das ist eine politische Entscheidung. In anderen Regionen hat man diese Zentren geöffnet; bei uns nicht.“ Solange diese Plätze fehlten, würden weiter Menschen auf Bozens Straßen campieren müssen. „Wenn 100 Leute zu versorgen sind, haben wir kein Problem. Aber bei 200 bis 300 schon. Und wir wissen nicht, wie viele noch über die so genannte Balkanroute kommen.“