Dienstag, 16. Oktober 2018

Bozner Tram: Vereinbarung mit Gemeinde genehmigt

Die Bozner Tram soll Sigmundskron mit dem Bahnhof verbinden. Die Landesregierung hat am Dienstag die Vereinbarung mit der Gemeinde genehmigt und erste Gelder vorgesehen.

Die Landesregierung hat am Dienstag die Rahmenvereinbarung für den Bau und Betrieb einer Trambahn genehmigt.
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Die Landesregierung hat am Dienstag die Rahmenvereinbarung für den Bau und Betrieb einer Trambahn genehmigt. - Foto: © shutterstock

Die Mobilität in der Landeshauptstadt, besonders jene der Pendler, besser zu regeln, alle Bereiche der Stadt gut an die öffentlichen Verkehrsmittel anzubinden und den Umstieg zwischen den einzelnen Mobilitätsformen zu erleichtern, sind die Ziele, die Land und Gemeinde Bozen mit dem Bau der Tram in Bozen erreichen wollen. Dabei soll die Tram das künftige Mobilitätszentrum Sigmundskron mit dem Zugbahnhof über die Freiheitsstraße, die Drususallee und das Bozner Krankenhaus verbinden.

Planungsphase startet

In der Vereinbarung zwischen Land und Gemeinde, die die Landesregierung am Dienstag genehmigt hat, sind alle wichtigen Schritte zur Verwirklichung von der Planung, der Finanzierung, dem Bau und der Führung der Tram enthalten. Ebenso ist laut Landeshauptmann spezifiziert, dass die Tram die technischen Eigenschaften haben muss, um eine Verlängerung ins Überetsch zu ermöglichen.

Zudem hat die Landesregierung über das Investitionsprogramm für die Inhouse-Gesellschaft STA, das ebenfalls genehmigt wurde, erste Finanzmittel für die Planung bereitgestellt (STOL hat berichtet). „Damit gehen wir sofort in die Planungsphase“, sagte der Landeshauptmann.

„Mit der Agenda Bozen setzen wir für die Landeshauptstadt auf ein Gesamtkonzept für die Mobilität, das Tram, Zug, Busse, Metrobus, den Mobilitätsknoten Sigmundskron und weitere Infrastrukturvorhaben kombiniert und voll greift, sobald all diese umgesetzt sind – die Tram, für die wir nun alle Weichen gestellt haben, wird dabei das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln potenzieren“, erklärte der Landeshauptmann.

7 Kilometer, 17 Haltestellen

Ins Auge gefasst wird eine 7 Kilometer lange Tramstrecke mit 17 Haltestellen ab dem künftigen Mobilitätsknotenpunkt in Sigmundskron, die von Tramwagen mit 8 Metern Länge befahren wird.

Die Programmvereinbarung wird in einem nächsten Schritt vom Land, von der Gemeinde Bozen, von der Südtiroler Transportstrukturen AG STA und vom Konzessionär Städtischer Autobus Service AG SASA unterzeichnet. Darin sind auch Aufgabenverteilung und der Finanzierung geregelt.

Was die Kosten anbelangt, so werden diese nach Abzug der staatlichen und europäischen Förderungen das Land und die Gemeinde Bozen jeweils zu gleichen Teilen tragen. Gerechnet werde mit einer Investition von 120 Millionen Euro, sagte der Landeshauptmann.

lpa/stol

stol