Sonntag, 08. Oktober 2017

Brennerkundgebung für Katalonien

Die Süd-Tiroler Freiheit hat am Sonntag erneut zu einer Brennerkundgebung gerufen: 300 Personen setzten ein Zeichen für die Selbstbestimmung und für die doppelte Staatsbürgerschaft.

Katalonien und die doppelte Staatsbürgerschaft: Dies die Themen der Brennerkundgebung der Süd-Tiroler Freiheit am Sonntag.
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Katalonien und die doppelte Staatsbürgerschaft: Dies die Themen der Brennerkundgebung der Süd-Tiroler Freiheit am Sonntag.

Auf der Wiese direkt an der Grenze zeigte eine über 10 Meter lange „Estelada“, die Fahne Kataloniens, worum es den zahlreichen Teilnehmern am Sonntag ging: Flagge zeigen für die Selbstbestimmung.

In ihren Reden unterstrichen die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, Myriam Atz Tammerle und Bernhard Zimmerhofer sowie die ehemalige Landtagsabgeordnete Eva Klotz den Vorbildcharakter Kataloniens: „Der Freiheitswille der Katalanen ist nicht mehr zu brechen. Die Katalanen sind mit ihrer Forderung nach Unabhängigkeit nicht alleine. Obwohl sie eine weitreichendere Autonomie als Südtirol haben, streben sie nach der Loslösung von Spanien. Denn sowohl für Südtirol als auch für Katalonien gilt: Eine sichere und freie Zukunft wird es im fremden Zentralstaat niemals geben!“ 

Der Südtirol-Sprecher der FPÖ, Werner Neubauer, kritisierte die EU-Kommission, die sich angesichts der Gewalt durch die spanische Polizei in Katalonien in Schweigen hüllt. Und er betonte, dass Katalonien, genau wie Südtirol, das Selbstbestimmungsrecht zustehe. Wenn die FPÖ in Regierungsverantwortung käme, wäre die österreichische Staatsbürgerschaft eine Koalitionsbedingung, so Neubauer. 

Zum Abschluss der Brennerkundgebung wurden Dutzende rot-weiße Luftballons mit kleinen Pässen in den Himmel steigen gelassen und in Richtung Österreich geschickt.

stol

stol