Mittwoch, 06. Dezember 2017

Caramaschi: „Bozen ist schuldenfrei“

Am Mittwochvormittag hat Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi den Haushaltsvoranschlag 2018 vorgestellt. Der Bürgermeister ist zufrieden, Bozen habe keine Schulden mehr, Tarifsteigerungen und Darlehen seien keine vorgesehen und Investitionen würden durch Eigenmittel finanziert werden.

Im Bozner Rathaus herrscht Freude.
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Im Bozner Rathaus herrscht Freude. - Foto: © D

Bürgermeister Caramaschi zeigte sich bei der Vorstellung über die wirtschaftliche und finanzielle Situation der Gemeinde Bozen äußerst zufrieden – der Haushaltsvoranschlag von über 383 Millionen Euro steigerte sich um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Caramaschi erklärte, dass bei „der Haushaltserstellung keine Anhebungen der Tarife vorgesehen wurde“. Auch die Einsparung durch die vorzeitige Tilgung der Darlehen komme den Bürgern zugute, da 2018 der Irpef-Zuschlag wegfalle. Die GIS werde bei Erstwohnungen nicht angewandt.

Caramaschi kündigte auch an, dass sämtliche Investitionen mit Eigenmitteln finanziert würden, die Gemeinde Bozen sei somit eine der wenigen Gemeinden in Italien, die schuldenfrei sei.

Caramaschi: „Werden 2018 wichtige Investitionen tätigen“

„Wir können mit Vertrauen in die Zukunft blicken, da durch die Einnahmen maßgebliche Investitionen getätigt werden können. Mit den laufenden Ausgaben garantieren wir eine unveränderte Qualität unserer Dienste. Wir werden auch 2018 wichtige Investitionen im Bereich der Mobilität tätigen können, im Besonderen auf die Weiterführung der Arbeiten an der Metrobusspur in der Drususstraße. Zudem stehen weitere öffentliche Bauten und Sanierungen von Schulgebäuden auf dem Programm“, meinte Bürgermeister Caramaschi. Für Investitionen sind im Haushaltsvoranschlag 135,8 Millionen vorgesehen, dies entspreche einem Plus von 23 Prozent.

„Soziales“ schlägt am meisten zu Buche

Der Direktor der Abteilung für die Verwaltung der Finanzmittel, Fabio Bovolon, stellte die wichtigsten Bereiche des Haushaltsvoranschlages 2018 im Detail vor:

Die laufenden Einnahmen (200 Millionen Euro) bestehen vorwiegend aus Steuern sowie Beiträgen und Zuweisungen des Staates von der Autonomen Provinz Bozen oder von außersteuerlichen Einnahmen und Einnahmen für Dienste.

Bei den laufenden Ausgaben schlägt der Bereich „Soziales“ mit einem Betrag von 77,7 Millionen Euro zu Buche, der Bereich „institutionellen Dienste“ mit 43,7 Millionen Euro, der Bereich „Schule“ mit 17 Millionen. Bei den Investitionen liegt der Bereich „Mobilität“ mit 57,9 Millionen Euro an der Spitze, es folgen die Bereiche „Jugend, Sport und Freizeit“ mit 16,2 Millionen und „Soziales“ mit 15,9 Millionen.

stol

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