Dienstag, 10. November 2015

Defibrillator-Vorschrift: Erleichterung für Sportvereine

Ab dem 19. Jänner 2016 muss bei Trainings und Wettkämpfen von Sportvereinen eine Person anwesend sein, die im Notfall einen Defibrillator bedienen kann. Im Sinne eines Übereinkommens der Regionen-Konferenz wurde dem dafür nötigen Befähigungsnachweis nun unbegrenzte Gültigkeit zugesprochen. Am Dienstag hat die Landesregierung dieser Neuerung Rechnung getragen.

Ab 2016 muss jeder Sportverein in Italien einen Defibrillator einsatzbereit haben.
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Ab 2016 muss jeder Sportverein in Italien einen Defibrillator einsatzbereit haben.

„Die unbegrenzte Gültigkeit der Benutzungsermächtigung für einen Defibrillator, für die es einer speziellen Ausbildung bedarf, bedeutet für die Sportvereine eine erhebliche finanzielle und organisatorische Erleichterung", unterstreicht Gesundheits- und Sportlandesrätin Martha Stocker zum Beschluss der Landesregierung.

Dieser beruht auf dem bereits im Juli getroffenen Übereinkommen zwischen Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin und der Konferenz der Regionen und autonomen Provinzen.

„Wir haben uns in Rom in den verschiedenen Kommissionen für dieses Anliegen stark gemacht, konnten Unterstützer finden und sind daher über diese Neuregelung sehr erfreut", erklärt Landesrätin Stocker. Damit ist eine einmal ermächtigte Person für immer und unabhängig von sogenannten periodischen "Retrainings" zur Benutzung des Defibrillators in ganz Italien legitimiert. 

Für Amateursportvereine besteht - vorbehaltlich einer gesamtstaatlichen Aufschubregelung - ab dem 19. Jänner 2016 die Pflicht, bei Trainings und Wettkämpfen einen Defibrillator zur Verfügung zu haben sowie eine Person, die für dessen Benutzung ausgebildet ist. Von der Bestimmung sind lediglich Sportarten mit geringer Herz-Kreislauf-Belastung sowie sportliche Aktivitäten in der freien Natur ausgenommen.

lpa

stol