Freitag, 18. März 2016

Den Josefitag als Südtiroler Landesfeiertag würdigen

Alle Jahre wieder kommt der Josefitag. Und wie jedes Jahr geht damit die Diskussion einher, wann der Forderung nach einer Wiedereinführung des Josefi-Tages als Landesfeiertag Rechnung getragen wird. Der 19. März sei aber auch als „Vatertag“ entsprechend zu würdigen, heißt es.

Geschenk zum Vatertag? Der Josefitag soll wieder Feiertag werden.
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Geschenk zum Vatertag? Der Josefitag soll wieder Feiertag werden. - Foto: © D

Der heilige Josef ist Schutzpatron der Arbeit und des Handwerks (besonders der Tischler und Zimmerer). Er wird seit Papst Pius IX. als Patron der gesamten katholischen Kirche verehrt. Zudem wird er durch ein kaiserliches Dekret Maria Theresias bereits seit 1772 als Landespatron Tirols bezeichnet.

Für einen Südtiroler Landesfeiertag

Der Südtiroler Landtag hat bereits am 5. Februar 2002 einen Beschlussantrag und am 6. November 2007 einen Begehrensantrag der freiheitlichen Landtagsfraktion genehmigt, womit sich der Südtiroler Landtag dafür aussprach, bei den zuständigen Stellen in Rom, im Ministerrat, in der Abgeordnetenkammer und im Senat zu intervenieren. 

Es sei bezeichnend für diese Autonomie, dass sich Italien – unter welcher Regierung auch immer – in dieser Frage nicht gesprächsbereit zeigt, sondern auch in Bezug auf die Feiertage nationale Interessen durchsetzt, wettern die Freiheitlichen in Anbetracht des anstehenden 19. März. 

Die Tiroler Fahne hissen

Auch wenn in Italien der Josefi-Tag seit dem Jahr 1977 kein nationaler Feiertag mehr ist, ruft der Südtiroler Schützenbund alle Tiroler Landsleute auf, ein sichtbares Zeichen zu setzen, "dass wir zu unserem Landespatron stehen und diesen Tag hochhalten wollen": Am 19. März sind daher alle aufgerufen, die Gottesdienste zu Ehren des hl. Josef mitzufeiern und die Tiroler Fahne zu hissen.

Des Weiteren unterstützt der Südtiroler Schützenbund ausdrücklich sämtliche Bestrebungen, "den Tag des heiligen Josef in unserem Land wieder als Feiertag einzuführen". Es wäre dies ein Zeichen der Wertschätzung für einen wichtigen Heiligen der Kirche, für die Rolle von Männern und Vätern in der Familie und darüber hinaus ein wichtiges Zeichen der Tiroler Identität.

Aufwertung des Vatertages

Die Freiheitlichen schlagen in dieselbe Kerbe: Der 19. März sei auch als Vatertag zu würdigen, "indem die Rolle der Väter in den Familien hinterfragt wird. Väter sind für das Kindeswohl unverzichtbar und die Politik hat deshalb auch die Pflicht, sich mit der Situation von Vätern auseinander zu setzen", fordert Pius Leitner. Es sei traurig, dass die Vaterrolle immer erst dann hinterfragt werde, wenn es zu Scheidungen komme. Viele Scheidungsväter fühlen sich in der Folge durch die Politik im Stich gelassen. Es seien endlich auch politische Zeichen gefragt. 

Auch die SVP-Kammerabgeordnete und Landesfrauenreferentin Renate Gebhard rückt anlässlich des Vatertags am 19. März die Bedeutung der Väter in der Familie in den Mittelpunkt. „Das Rollenverständnis von Mann und Frau ist im Wandel: Galten Väter lange in erster Linie als alleinige Ernährer der Familie, so übernehmen junge Männer heute vermehrt Verantwortung in der Erziehung der Kinder, in der Familien- und in der Hausarbeit“, unterstreicht Gebhard. 

stol

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