Montag, 05. Dezember 2016

Deutliches Ja: So stimmte Südtirol

Der Kampf um das Verfassungsreferendum ist geschlagen: Italien sagt Nein, Ministerpräsident Matteo Renzi will bereits am Montag zurücktreten. Entwicklungen, die der Mehrheit der Südtiroler nicht passen dürften. Denn Südtirol hat Ja gesagt.

Die Frage Si o No beantwortete Südtirol klar.
Die Frage Si o No beantwortete Südtirol klar.

Von insgesamt 386.092 Wahlberechtigten haben am Sonntag 260.273 ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von hohen 67,41 Prozent.

63,69 Prozent der Wähler haben sich in Südtirol für das Ja zur Verfassungsreform ausgesprochen, 36,31 Prozent votierten für das Nein. Südtirol ist damit jene Provinz in Italien, die am kräftigsten Ja zur Reform und zu Renzi sagte.

Daneben überwog lediglich in der Toskana und in Emilia-Romagna das Ja, die große Mehrheit Italiens – besonders die Regionen im Süden – sprachen sich deutlich gegen die Reform von Ministerpräsident Matteo Renzi aus.

Interessant: Besonders die Landgemeinden sprachen sich dezidiert für die Reform aus. Gemeinden mit höherem Anteil italienischsprachiger Bevölkerung tendierten eher zum Nein. Eine Übersicht über das Abstimmungsverhalten in den 116 Südtiroler Gemeinden finden Sie hier. Jene Gemeinden, die mehrheitlich mit Nein stimmten, sind fett geschrieben.

Gemeinde - Stimmen in Prozent

stol

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