Die SVP wird beim Vertrauensvotum über die Regierung Meloni mit Nein stimmen. „Aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit mit Fratelli d’Italia können wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht enthalten“, sagte Obmann Achammer am Donnerstag nach einer Aussprache mit Landeshauptmann und Parlamentariern ( <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/svp-nein-zur-regierung-meloni-aber-keine-fundamentalopposition" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier lesen Sie mehr dazu</a>). Trotzdem werde es in Rom „keine Fundamentalopposition“ seitens der SVP geben, betont Achammer.<BR /><BR />Nicht glücklich mit dieser Entscheidung ist der Südtiroler EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann: „Wenn wir jetzt Nein sagen, dann schauen wir die nächsten 5 Jahre lang durch die Finger“, warnt Dorfmann. <h3> „Rosinen aus dem Kuchen picken, sehe ich als sehr fraglich“</h3>Denn auch wenn vielfach gesagt werde, dass diese Regierung nur wenige Monate lang halten würde, „hat Mitte-Rechts eine klare Mehrheit im Parlament und ich bin überzeugt, dass sie in der einen oder anderen Konstellation die nächsten 5 Jahre regieren werden“, ist er überzeugt.<BR /><BR /> Dabei hatte Obmann Achammer betont, dass die SVP mit dem Nein nicht automatisch auf der Oppositionsbank Platz nehmen werde. „Mit einem Nein zu ihrer Regierung wird Meloni die SVP aber automatisch der Opposition zurechnen“, so Dorfmann. „Und zu glauben, dass man sich danach trotzdem die Rosinen aus dem Kuchen picken kann, sehe ich als sehr fraglich.“<h3> „Entscheidung wie diese muss in Parteigremien besprochen werden“</h3>Erfahren habe er von der Entscheidung, die Landeshauptmann Arno Kompatscher, Parteiobmann Philipp Achammer und die 5 SVP-Abgeordneten am Mittwoch Mittag im kleinen Kreis mehrheitlich getroffen haben, aus der Zeitung. „Ich glaube, dass eine so zentrale Entscheidung wie diese unbedingt in den Parteigremien besprochen werden muss“, kritisiert er das Vorgehen. Das sei bis jetzt noch immer so gehandhabt worden und sollte auch diesmal so praktiziert werden. <BR /><BR />Schon jetzt zu sagen, dass die SVP gegen eine Regierung Meloni stimmen werde, sei aus seiner Sicht jedenfalls grundfalsch. „Mir ist schon bewusst, dass in der Regierung auch Elemente sitzen werden, die für uns schwierig sind. Da gibt es nichts schönzureden“, so Dorfmann. <h3> „Entscheidung genau überlegen“</h3>„Aber warum lassen wir uns nicht 2 Wochen Zeit, warten erst ab, wer den Regierungsauftrag bekommen wird – auch wenn alles auf Giorgia Meloni hindeutet – schauen, wie die Ministerliste aussieht, führen erst Gespräche mit Meloni und entscheiden dann? Seit ich in der Partei bin, haben wir das immer so gemacht.“ <BR /><BR />Er ist überzeugt davon, dass es für die SVP richtig wäre, die Entscheidung genau zu überlegen. „Wenn wir mit unserem Nein jetzt eine Oppositionsrolle einnehmen, brauchen wir uns dann jedenfalls nicht zu beklagen, wenn mit der Regierung nichts weitergeht“, so Dorfmann.