Donnerstag, 18. Juli 2019

Einvernehmen für BBT-Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck steht

Die Forderungen der Gemeinden für die Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck sind berücksichtigt. Nun wurde mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und RFI-Vertreter Vincenzo Macello die Vereinbarung zur Genehmigung unterschrieben.

Ausserdorfer, LR Alfreider, LH Kompatscher (vorne von rechts) und die Bürgermeister beim Treffen zur Unterzeichnung der Vereinbarung zur Genehmigung der BBT Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck (FOTO: LPA/Michele Bolognini)
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Ausserdorfer, LR Alfreider, LH Kompatscher (vorne von rechts) und die Bürgermeister beim Treffen zur Unterzeichnung der Vereinbarung zur Genehmigung der BBT Zulaufstrecke Franzensfeste-Waidbruck (FOTO: LPA/Michele Bolognini)

Der Bau des Brennerbasistunnels ist in vollem Gange. 2027 steht die Infrastruktur. 2028 geht der BBT in Betrieb.

Gleichzeitig wird die Zulaufstrecke durch das Eisacktal fertig gebaut sein. Land und Gemeinden haben in den vergangenen Jahren dazu die Weichen gestellt.

Intensive gemeinsame Planung

Seit 2012 beschäftigen sich die Bürgermeister der 8 betroffenen Gemeinden im Eisacktal, Franzensfeste, Vahrn, Brixen, Feldthurns, Villnöß, Klausen, Lajen und Waidbruck intensiv mit der Zulaufstrecke.

Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte im Rahmen der  Unterzeichnung: „Das ursprünglich vom italienischem Schienennetzbetreiber RFI vorgelegte Projekt wurde gemeinsam mit den Gemeinden und alle Beteiligten überarbeitet und laufend optimiert. Bis heute wurden technische Sitzungen abgehalten, verschiedenste Genehmigungen eingeholt und schlussendlich auch die politische Zustimmung durch die Gemeinderäte erreicht.“

Diese gemeinsame Arbeit könne als Beispiel für die Abwicklung ähnlicher großer Vorhaben gelten, sagte der Landeshauptmann. Er bedankte sich vor allem beim ehemaligen Regierungskommissar Ezio Facchin, Bezirkspräsident Walter Baumgartner, dem Direktor der BBT Beobachtungsstelle Martin Ausserdorfer und den Mitarbeitern der Landesverwaltung rund um Flavio Ruffini für die intensive Koordinierungstätigkeit und natürlich bei allen Bürgermeistern für die konstruktive Arbeit.

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, der das Vorhaben BBT bereits als Parlamentarier in Rom unterstützt hatte, sagte: „Wir waren immer überzeugt, dass es den BBT für die Entlastung der Bürger im Eisacktal braucht und sind heute froh, dass wir diesen Weg eingeschlagen haben.“ Mit der Zulaufstrecke durch das Eisacktal gelinge es, Verkehr von der Straße auf die Schiene und in den Berg zu verlagern.

Ausschreibung Anfang 2020 - 1,55 Milliarden Euro bereit

Mit dem unterzeichnetem Einvernehmensprotokoll kann in Rom das Genehmigungsverfahren beim interministeriellen Ausschuss für Wirtschaftsplanung CIPE abgeschlossen werden. Dieser Beschluss muss dann noch vom Rechnungshof geprüft werden, so dass gegen Ende des Jahres alles für die Ausschreibung der Bauarbeiten bereit sein wird. 

An der funktionalen Ausschreibung werde gearbeitet und eine Finanzierung von 1,55 Milliarden Euro sei vorgesehen, so Macello.

stol/lpa

stol