In ihrer Kindheit und Jugendzeit habe sie die Unterdrückung durch das kommunistische Sowjetregime erlebt, sagt Horpynyak. Auch durften sie ihren griechisch-orthodoxen Glauben nicht öffentlich leben. Weil sie und ihr Mann kirchlich heiraten wollten, musste dies heimlich um 4 Uhr nachts geschehen.<BR /><BR />Die Ukraine habe nie den Krieg gewollt, werde aber gezwungen, sich immer wieder zu verteidigen. Sie zeigt sich stolz auf ihre Herkunft und ihre Sprache, denn „die Ukraine und die ukrainische Sprache sind älter als Russland und haben mit Russland nichts gemein!“<BR /><BR /><b>Mann und Söhne leben in der Ukraine</b><BR /><BR />Mit Tränen in den Augen denkt sie an ihren Mann, ihre beiden Söhne mit ihren Familien zu Hause in Ternopil im Westen der Ukraine. Horpynyak ist übers Internet in ständigem Kontakt mit ihren Liebsten zu Hause. Bei den gestrigen Telefonaten seien die Kampfflieger aus der Ferne zu hören gewesen, immer wieder sei der Strom ausgefallen und auch der Treibstoff werde knapp, erklärt sie und sorgt sich, auch den Kontakt zur Heimat zu verlieren.<BR /><BR /><b>„Gott steh' uns bei“</b><BR /><BR />Noch will Horpynyak die Hoffnung nicht aufgeben, dass Russland auf Druck der internationalen Staatengemeinschaft nachgibt, auch wenn dieser Hoffnungsschimmer von Tag zu Tag schwindet: „Gott steh’ uns bei!“<BR />