Montag, 17. Juni 2019

EU-Außenminister diskutieren Umgang mit Tanker-Angriffen

Die Außenminister der EU-Staaten beraten am Montag in Luxemburg über die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten. Kontrovers diskutierte Frage dürfte dabei vor allem sein, ob sich die Europäische Union der Einschätzung der USA anschließen sollte, dass der Iran hinter den jüngsten Angriffen auf 2 Tanker im Golf von Oman steckt.

Die EU-Staaten wollen eine gemeinsame Linie finden Foto: APA (AFP)
Die EU-Staaten wollen eine gemeinsame Linie finden Foto: APA (AFP)

Bisher hat sie das nicht getan, sondern nur alle Seiten dazu aufgerufen, größtmögliche Zurückhaltung walten zu lassen und Provokationen zu vermeiden. Zuletzt war nach der US-Regierung allerdings auch die britische Regierung zu dem Schluss gelangt, dass der Angriff auf die Schiffe von den iranischen Revolutionsgarden ausgeführt worden sein dürfte.

Einer der beiden Tanker geriet in Brand 

Bei den Zwischenfällen nahe der Küste des Irans waren am frühen Donnerstagmorgen 2 Tanker beschädigt worden. Das zweite der beiden Schiffe, die „Front Altair” einer norwegischen Reederei, geriet nach Explosionen in Brand.

Die USA erklärten, dass bei den Angriffen Haftminen zum Einsatz gekommen sein könnten. Stichhaltige Beweise wurden bisher aber nicht bekannt.

Weitere Themen des Außenministertreffens sind die Konflikte in Venezuela und im Sudan. Zudem soll unter anderem darüber beraten werden, wie die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU effizienter und effektiver gemacht werden könnte. 

apa/dpa

stol