Samstag, 30. April 2016

EU-Richtlinie unter Beschuss: Schützen und Sportschützen besorgt

Wegen einer Waffen-Novelle der EU-Kommission werden verschärfte Auflagen fürs Tragen von Waffen befürchtet.

Die Gewehre der Südtiroler Schützen sind keine wirklichen Waffen: Trotzdem fürchten die Schützen Einschränkungen mit der Waffen-Novelle. - Foto: DLife
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Die Gewehre der Südtiroler Schützen sind keine wirklichen Waffen: Trotzdem fürchten die Schützen Einschränkungen mit der Waffen-Novelle. - Foto: DLife

Nach den Attentaten von Paris und Brüssel will die EU-Kommission das Waffenrecht verschärfen. Die geplante neue Richtlinie sorgt für Alarmstimmung bei Schützen und Sportschützen dies- und jenseits des Brenners. 

Die EU-Kommission hat einen Vorschlag für die neue Waffenrichtlinie eingebracht – dieser Vorschlag befindet sich nun im EU-Parlament und muss dann zwischen EU-Parlament und Rat (Mitgliedsstaaten) abgesegnet werden.

Südtirols Schützenkommandant Elmar Thaler spricht von einem „Damoklesschwert“. Möglicherweise werden künftig Salvengewehre meldepflichtig, meint Thaler. Sogar ein Waffenpass könnte für die Schützen verpflichtend werden – dabei hätten Südtirols Schützen längst keine „richtigen“ Waffen mehr, mit denen man scharf schießen könnte.

Auch in Nordtirol, wo die Schützen im Unterschied zu Südtirol noch „echte“ Waffen tragen, ist man keineswegs erfreut über die neue EU-Waffenrichtlinie. „Diese Richtlinie enthält keine Ausnahmen für Traditionsverbände mehr“, kritisiert Landeskommandant Fritz Tiefenthaler.

Nordtirols und Südtirols Schützen setzen nun auch auf den Einsatz von SVP-Europaparlamentarier Herbert Dorfmann.

hof

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Welchen Weg EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann einschlagen möchte, die Kritikpunkte der Jäger und mehr Hintergründe lesen Sie in der Samstag-Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol