Freitag, 24. Mai 2019

Europawahl: 14 Südtiroler buhlen um die Stimmen der Südtiroler

Am Sonntag, 26. Mai, finden auch in Südtirol die Europawahlen statt. Unter den zahlreichen Kandidaten, die hierzulande wählbar sind, befinden sich auch 8 Männer und 6 Frauen aus Südtirol, die für insgesamt 8 Parteien antreten. Die SVP schickt die meisten Südtiroler Kandidaten, nämlich 4 ins Rennen. Insgesamt treten hierzulande 17 Listen an.

Die Plakatwände zur EU-Wahl sind eher spärlich befüllt. - Foto: DLife
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Die Plakatwände zur EU-Wahl sind eher spärlich befüllt. - Foto: DLife

Von 7 bis 23 Uhr können die Bürger am Sonntag, 26. Mai, ihre Kandidaten für die nächste Legislaturperiode in Brüssel wählen. Aus Südtirol werden den Sprung wohl 2, höchstens 3 Kandidaten schaffen – ein Ergebnis dürfte am frühen Montag Nachmittag feststehen.

Insgesamt stellen sich 17 Parteien in Nordostitalien der Wahl, in diesem Wahlkreis haben 8 Parteien auch Südtiroler Kandidaten auf ihre Liste gesetzt – 14 an der Zahl. 8 Männer und 6 Frauen treten an.

Im Wahlkreis treten in den Regionen Trentino-Südtirol, Veneto, Friaul-Julisch Venetien und Emilia-Romagna 254 Kandidaten an. Gewählt wird nach dem reinen Verhältniswahlrecht – die Sitze werden auf die Listen, die auf gesamtstaatlicher Ebene die 4-Prozent-Hürde überwinden, aufgeteilt. E

inzige Ausnahme sind bekanntlich Listen von Sprachminderheiten – im Wahlkreis Nordost ist die SVP die einzige, die ein Abkommen mit Forza Italia unterzeichnete, aber mit eigenem Listenzeichen antreten darf; die SVP muss nur 50.000 Stimmen erreichen und die Listenverbindung 4 Prozent auf gesamtstaatlicher Ebene, dann ist der Kandidat gewählt – auch wenn sich nur einer für die Listenverbindung ausgehen sollte. Der Wahlmodus ist hier auch anders als bei den anderen Listen – hier darf nur eine Vorzugsstimme abgegeben werden, neben allen anderen Listen ist Platz für 3 Namen auf dem Stimmzettel. Wer mehr als einen Namen hinschreibt, muss mindestens eine Frau wählen.

Hier noch ein Überblick über die Kandidaten (siehe Grafik).

Die SVP tritt mit dem derzeitigen EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann und 3 Unterstützerkandidaten (Otto von Dellemann, dem Ladiner Klaus Mutschlechner und Sonja Plank) an, zudem finden sich PATT-Vertreterin Claudia Segnana und die Slowenin Martina Valentincic auf der Edelweiß-Liste.

Forza Italia stellt in der Region nur den ehemaligen Regionalpolitiker Mario Malossini auf die Liste; Listenführer im Wahlkreis ist Silvio Berlusconi. Gut gesetzt für das Ticket nach Brüssel ist Lega-Kandidat Matteo Gazzini. Der gebürtige Leiferer war bei den Parlamentswahlen als Kandidat für die Auslandswähler gescheitert. Außenseiterchancen werden Renate Holzeisen gegeben, die als Getreue von Paul Köllensperger für die Liste „+Europa“ antritt.

Allen anderen Kandidaten werden so gut wie keine Chancen für den Sprung ins EU-Parlament eingeräumt. Norbert Lantschner und Judith Kienzl kandidieren für „Europa Verde“. Für „La sinistra“ geht die Filmemacherin Martine De Biasi ins Rennen; ebenfalls auf der Liste der Trentiner Matteo Segatta.

Der PD hat gleich wie der „Movimento 5 Stelle“ und „Fratelli D’Italia“ keinen Südtiroler Kandidaten auf die Liste gesetzt – Roberto Battiston (PD), Cristiano Zanella (5 Sterne) und Francesca Gerosa („Fratelli D’Italia“) aus dem Trentino sind auch hierzulande wählbar.

Weitere Kandidaten sind Monika Franch („Popolari per l’Italia“) und die 4 Rechts-Außen-Politiker Andrea Bonazza und Maurizio Puglisi Ghizzi von CasaPound (zudem die Trentinerin Giulia Pilloni) und Caterina Foti und Michele Olivotto von „Forza Nuova“.

D/stol

stol