Montag, 14. Januar 2019

Facharztausbildung: Martha Stocker bei Ministerin Hartinger-Klein

„Ich freue mich, dass es ab dem kommenden Jahr, eine Wiederaufnahme der Facharztausbildung nach dem österreichischen Modell geben soll, damit junge Mediziner auch die Möglichkeit haben, in Südtiroler Krankenhäusern ihre Ausbildung zu absolvieren", erklärte Bundesministerin Beate Hartinger-Klein am Montag in Wien gegenüber Landesrätin Martha Stocker. Dieser wichtige Schritt sei vom österreichischen Gesundheitsministerium gesetzt worden, nachdem bereits im April 2018 intensive Verhandlungen mit der Ärztekammer und der Südtiroler Landesrätin Stocker stattgefunden haben.

Landesrätin Stocker ist am Montag in Wien mit Bundesministerin Beate Hartinger-Klein zusammengetroffen - Foto: LPA/Astrid Pichler
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Landesrätin Stocker ist am Montag in Wien mit Bundesministerin Beate Hartinger-Klein zusammengetroffen - Foto: LPA/Astrid Pichler

In einer gemeinsamen Erklärung haben Land Südtirol, die österreichische und die Tiroler Ärztekammer den Rahmen für die Zusammenarbeit definiert: Angehende Ärzte haben künftig die Möglichkeit, ihre Ausbildung in den Fachrichtungen allgemeine Chirurgie, Orthopädie, Traumatologie und innere Medizin auch in Südtirol zu durchlaufen.

In Zukunft sollen Ausbildungsplätze in den Bereichen Urologie, Pädiatrie und Psychiatrie geschaffen werden.

Fachärztemangel betrifft alle

„Der Fachkräftemangel betrifft uns alle und neue Mitarbeitende werden dringend gesucht", erklärte Landesrätin Stocker am Montag in Wien. „Die Facharztausbildung nach österreichischem Modell ist für unsere Südtiroler Absolventen des Medizinstudiums das Ausbildungsmodell schlechthin. Deshalb war mir eine Partnerschaft mit dem österreichischen Gesundheitsministerium so wichtig."

Landesrätin Stocker bedankte sich mit Nachdruck bei Gesundheitsministerin Hartinger-Klein und bei Ärztekammerpräsident Szekeres für die unkomplizierte Zusammenarbeit, ebenso bei Kammeramtsdirektor Johannes Zahrl für die sachkundige Unterstützung.

Gewährleistung von praxisorientierter Ausbildung

„Mit der Klärung des rechtlichen Rahmens freuen wir uns sehr, dass wir die Facharztausbildung nach österreichischem Modell nun in Südtirol umsetzen können, als Österreichische Ärztekammer unterstützen wir diesen Europäischen Ansatz", erklärte auch Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres.

Die Ausbildung wurde vom Gesundheitsministerium in Rom nun wieder anerkannt und darf demnach ab sofort wieder an den Abteilungen der Krankenhäuser des Südtiroler Sanitätsbetriebes nach der österreichischen Ärzteausbildungsordnung absolviert werden.

Arbeitsplatz zur Gänze abgesichert

Der Arbeitsplatz in Südtirol ist zur Gänze rechtlich abgesichert und es wird festgehalten, dass eine Ausbildung nach österreichischem Modell in Südtirol gemäß neuer Ausbildungsordnung im Rahmen eines Einzelprüfungsverfahrens ab sofort wieder möglich ist.

stol/lpa

stol