Dienstag, 31. Januar 2017

Flüchtlinge: Neue Unterkünfte in Schlanders und Leifers

Die Landesregierung hat am Dienstag eine Voraussetzung für die Einrichtung oder Weiterführung von Aufnahmeeinrichtungen für Asylbewerber in 4 Südtiroler Gemeinden geschaffen.

Badge Local
Foto: © APA

Derzeit gibt es in Südtirol 23 Aufnahmeeinrichtungen für Asylbewerber: 9 in Bozen, 2 in Meran und je eine Unterkunft in Eppan, St. Ulrich, Riffian, Kastelruth, Vintl, Wiesen, Brixen, Tisens, Mals, Villnöß und Pfatten.

12 dieser Einrichtungen werden vom Verein Volontarius geführt, 10 von der Caritas und eine in Zusammenarbeit zwischen Weißem Kreuz, Rotem Kreuz und Volontarius. Die Gebäude, in denen die Einrichtungen untergebracht sind, gehören entweder dem Land oder werden vom Land angemietet oder wurden für diesen Zweck bereit gestellt. Das Land wiederum stellt die Immobilien den Hilfsorganisationen über ein Vertragsabkommen für die Dauer der Aufnahme unentgeltlich zur Verfügung.

Konzessionsverträge für Riffian, Villnöss, Leifers und Schlanders

Am Dienstag hat die Landesregierung grünes Licht für den Abschluss von vier solcher Konzessionsverträge gegeben. Es handelt sich dabei um die bereits seit einigen Monaten bestehenden Einrichtungen in Riffian und Villnöß sowie um zwei Gebäude in Leifers und Schlanders.

In Schlanders werden in Kürze im ehemaligen Sitz der Rettungsorganisation "Weißes Kreuz" in der Nähe des Krankenhauses dem Land zugewiesene Asylbewerber ein Dach finden, während in Leifers ein Gebäude und Areal in der Industriezone südlich der Stadt zur Verfügung gestellt wird. An diesem Gebäude werden noch Anpassungsarbeiten durchgeführt, so dass die Unterkunft in etwa zwei Monaten zur Verfügung stehen dürfte.

1420 Asylbewerber in Südtirol

Derzeit sind in den Aufnahmeeinrichtungen in Südtirol rund 1320 Asylbewerber untergebracht. Hinzu kommen hundert Personen, die derzeit provisorische untergebracht sind und nun schrittweise in die neu geschaffenen Aufnahmeeinrichtungen aufgenommen werden. Damit, so Landeshauptmann Kompatscher, werde die zur Zeit für Südtirol vorgesehene staatliche Quote von 1470 Personen oder 0,9 Prozent der staatsweiten Asylbewerber im Wesentlichen erfüllt.

"Und bis zum Sommer werden wir auch ein Gleichgewicht bei der südtirolweiten Verteilung der Asylbewerber erreicht haben", zeigte sich der Landeshauptmann zuversichtlich. 

lpa/stol

stol