Freitag, 11. März 2016

Fragwürdiger Sager: Biancofiore bangt um Südtirols Blondinen

Reden ist Silber. Die Forza Italia-Abgeordnete Michaela Biancofiore hat mit einem Sager zu den Auswirkungen der Flüchtlingsproblematik für Südtirol gehörig für Furore gesorgt.

Michaela Biancofiore nimmt sich auch in Rom kein Blatt vor den Mund.
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Michaela Biancofiore nimmt sich auch in Rom kein Blatt vor den Mund. - Foto: © APA/EPA

Am Donnerstag zeigten sich Forza Italia-Parlamentarier in Rom über die Folgen der Flüchtlingsproblematik für Italien – und insbesondere für Südtirol – besorgt. Vor allem für Südtirols Tourismus seien die Auswirkungen eines Flüchtlingsnotstands am Brenner verheerend.

„Schätzungen zufolge könnten bis zu 120.000 Migranten den Weg über den Brenner einschlagen. Wie reagiert Italien darauf? Mit der Entsendung von 23 zusätzlichen Polizisten zur Brennergrenze. Die Gefahr ist, dass der Brenner zum italienischen Calais wird“, kommentierte Michaela Biancofiore in Rom. Doch das sollte nicht ihr prominentester Sager werden.

"Sind manchmal von Hormonen getrieben"

„Die illegale Einwanderung, besonders die Wirtschaftsmigration, betrifft vor allem junge Menschen, 18 bis 21 Jahre alt, Männer“, meinte Biancofiore. „Stellt euch unsere jungen Frauen vor – schön, blond, sehr religiös und sehr christlich – die nun von jungen Männern – unter Anführungszeichen – „überfallen“ werden. Junge Männer, die leider manchmal auch von Hormonen getrieben werden“, erklärte die Abgeordnete.

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Mit dieser Aussage schaffte Michaela Biancofiore den Sprung in die großen nationalen Blätter. Der „Corriere della Sera“ berichtete darüber, genauso die „Huffington Post“.

stol

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