Mittwoch, 11. Mai 2016

Führerscheinprüfung: Zusätzliche Stellen "nicht prioritär"

Neue Standorte für den Theorieprüfung beim Führerschein wird es keine geben. Dies sei für die Landesregierung "nicht prioritär".

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Foto: © shutterstock

Standorte für die theoretische Führerscheinprüfung wird es im Osten und Westen des Landes keine geben, ein Antrag der Freiheitlichen wurde abgelehnt. (STOL hat berichtet)

Der scharfen Kritik der Freiheitlichen kontert nun die SVP in einer Aussendung. 

"Die Aufwertung des ländlichen Raums ist und bleibt ein Hauptanliegen der Südtiroler Volkspartei", heißt es dort.

Der Aufwand, den eine Dezentralisierung der Führerscheintheorieprüfung mit sich bringen würde, ist unverhältnismäßig groß und würde Mittel binden, die weitaus dringenderen Maßnahmen zugeführt werden könnten. 

Kosten (zu) hoch? 

Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb von zusätzlichen Prüfstellen wären sehr hoch und dem daraus resultierenden Mehrwert nicht angemessen. „Hier müssen wir klar abwägen, was sinnvoll und zielführend ist“, sagt SVP-Fraktionsvorsitzender Dieter Steger.

„Zu einer Führerscheinprüfung  wird man im Normalfall einmal oder vielleicht zweimal nach Bozen fahren müssen. Ich denke, jede/r Fahrschüler/in wird das gerne in Kauf nehmen, wenn damit eingesparte Gelder wichtigeren Anliegen des ländlichen Raums zu Gute kommen“.

Als Beispiele nennt Steger das Breitbandnetz, die Sprengelärzte und die Kindergartentransporte.

„Der ländliche Raum wird immer großes Thema für uns sein und für seine Aufwertung werden wir uns konsequent einsetzen. Doch müssen wir auch hier vernünftig und verantwortungsbewusst vorgehen. Dementsprechend müssen wir Prioritäten setzen -  Mehrkosten und Mehraufwand sollten zum effektiven Nutzen in einem guten Verhältnis stehen“, unterstreicht der Fraktionsvorsitzende.

stol

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