Montag, 02. September 2019

Gedenkfeier für Luis Amplatz

Mehr als 300 Personen haben am vergangenen Sonntag auf den „Brunner Mahdern“, oberhalb Saltaus im Passeiertal, an der Gedenkfeier für den Freiheitskämpfer Luis Amplatz teilgenommen. Der Leutnant der Grieser Schützenkompanie ist dort vor 55 Jahren von einem bezahlten italienischen Agenten im Schlaf erschossen worden.

Ein Kranz wurde zu Ehren von Luis Amplatz an seinem „Marterle“ niedergelegt. - Foto: SHB
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Ein Kranz wurde zu Ehren von Luis Amplatz an seinem „Marterle“ niedergelegt. - Foto: SHB

Der Altlandeskommandant des Südtiroler Schützenbundes Elmar Thaler führte die Heldenehrung durch: „Sie opferten alles für Tirol. Dazu müsste unsereiner erst imstande sein“, so Thaler über die Freiheitskämpfer.

Bei dem Angriff wurde noch ein weiterer Kamerade, Schützenmajor Jörg Klotz, angeschossen und schwer verletzt. Er aber hat überlebt, deshalb sei die Wahrheit über das was geschehen ist überhaupt ans Tageslicht gekommen, so seine Tochter Eva Klotz. Nach offiziellen Angaben hätte ein Feuerwechsel mit den Carabinieri stattgefunden.

Anwesend waren unter anderem die Bürgermeisterin von St. Martin, Dr. Rosmarie Pamer, die Landtagsabgeordneten Andreas Leiter Reber, Sven Knoll und Myriam Atz Tammerle. Neben verschiedenen anderen Organisationen und Vereinen nahm auch eine Abordnung des Welschtiroler Kulturvereines Noi Tirolesi- Wir Tiroler an der Veranstaltung teil.

Die Gedenkfeier, die alle fünf Jahre vom Südtiroler Heimatbund und der Schützenkompanie St. Martin ausgerichtet wird, begann mit einer Hl. Messe, zelebriert von Pater Christoph Waldner OT. Für die gesamte musikalische Umrahmung der 55-Jahrfeier sorgte eine Bläsergruppe der Musikkapelle Saltaus.

stol

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