Dienstag, 24. November 2015

Gemein(d)same Sache von Blau und Orange in Bozen

Bozens Politik muss wieder deutscher werden: Bei den Gemeinderatswahlen im Mai wollen Freiheitliche und BürgerUnion daher auch in der Landeshauptstadt antreten. Dafür basteln sie an einer gemeinsamen Stadtliste, in der gar das Edelweiß mitblühen dürfte.

BürgerUnion und Freiheitliche machen gemeinsame Sache in Bozen und laden auch andere Parteien dazu sein.
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BürgerUnion und Freiheitliche machen gemeinsame Sache in Bozen und laden auch andere Parteien dazu sein.

Das Motto: "Gemeinsam Bozen erneuern". Die Ziele: Stillstand beenden; Bozen wirtschaftsfreundlicher machen; Investorenfreundlicher sein; das Stadtbild aufwerten; Arbeitsplätze sichern; den öffentlichen Raum für Bürger aufwerten und zurückgewinnen; das Verkehrskonzept radikal überarbeiten, etc.

Oppositionsparteien, die nicht Opposition machen wollen

Die zwei deutschsprachigen Oppositionsparteien wollen damit eine Alternative zur SVP sein, aber auch unzufriedene Volksparteiler ansprechen. Wie Walter Blaas (F) und Andreas Pöder (BU) am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz unterstrichen, gehe es nicht um Oppositionspolitik, sondern um Gestaltung.

Es habe bereits vor dem Rücktritt Spagnollis Gespräche dazu gegeben "und die gibt es jetzt natürlich intensiver".

Es soll eine deutsche Stadtliste in der bürgerlichen Mitte werden, auch andere können und sollen mitmachen. Noch abzuklären sei daher, ob auch die Süd-Tiroler Freiheit mitmacht bei der gemeinsamen Plattform für Bozen.

Auch mit der SVP zusammen?

Gar eine Zusammenarbeit mit einer blockfreien SVP, also einer SVP die sich vom PD löse, sei nicht ausgeschlossen, hieß es bei der Pressekonferenz. 

Es soll die bürgerliche Mitte ans Ruder kommen, jene Kräfte, welche die deutsche Komponente in Bozen wieder stärken wollen. "Die Politik in Bozen ist in den letzten Jahren zu sehr nach links gedriftet und die SVP hat zugelassen, dass die deutsche Komponente eine schwächere Rolle spielt", so die Aussage. Doch die deutsche Komponente dürfte nicht nur Anhängsel des PD oder sonst einer italienischen Partei sein.

Derzeit wird die Landeshauptstadt kommissarisch verwaltet. 

stol

stol