Mittwoch, 27. November 2019

Geschwollener Finger: Bitte nicht in die Notaufnahme

Jeder 2. Südtiroler sucht einmal im Jahr die Notaufnahme auf. „Gewaltige Zahlen“, sagt Landesrat Thomas Widmann. Eine Infokampagne soll die Bürger nun dafür sensibilisieren, die Notaufnahme wirklich nur im Notfall aufzusuchen.

Jeder 2. Südtiroler geht einmal im Jahr  in die Notaufnahme.
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Jeder 2. Südtiroler geht einmal im Jahr in die Notaufnahme. - Foto: © DLife-NF

„Wir müssen diese enormen Zahlen publik machen, damit sich der Bürger fragt, ob der Gang in die Notaufnahme notwendig ist oder ob es nicht auch andere Möglichkeiten gibt. Es ist über Jahrzehnte im Großraum Bozen Usus geworden, einfach mal schnell in der Notaufnahme vorbeizuschauen“, so der Landesrat gegenüber STOL.

„Weil wir nun aufgrund der langen Wartezeiten schon seit längerer Zeit – auch zurecht – in der Kritik sind, ist es Zeit zu handeln.“

Pilotprojekt in Bozen

Widmann hat es sich nun zum Ziel gesetzt, die Wartezeiten in der Notaufnahme in Bozen als Pilotprojekt innerhalb Ende 2020 zu halbieren.
„Ein ehrgeiziges, aber erreichbares Ziel.“

„Mit Ohrenweh bitte zum Hausarzt“

Um das Ziel zu erreichen und die Situation in der Notaufnahme zu verbessern, braucht es viele Maßnahmen. Eine davon wird es sein, die Bürger zu informieren und an sie zu appellieren, sich vor dem Gang in die Notaufnahme zu überlegen, ob es tatsächlich ein Notfall ist.

Widmann appelliert also auch an die Vernunft der Bürger. Mit einem geschwollenen Daumen und leichten Ohrenschmerzen sollte man sich an den Hausarzt wenden und nicht an die Notaufnahme .





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