Donnerstag, 21. Juni 2018

Gesetzentwurf zu Wolf und Bär genehmigt

Die erste Hürde hat der Gesetzentwurf zu Wolf und Bär von Landesrat Arnold Schuler am Mittwoch genommen: Der II. Gesetzgebungsausschuss hat ihn mit 6 Ja- und einer Gegenstimme gutgeheißen.

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Foto: © shutterstock

Laut diesem Gesetzentwurf kann der Landeshauptmann „nach Einholen des Gutachtens der Höheren Anstalt für Umweltschutz und Forschung (ISPRA) beschränkt auf die Tierarten Ursus arctos und Lupus canis zur Entnahme, zum Fangen oder zum Töten von Exemplaren dieser Arten ermächtigen, falls dies mangels anderer Lösungen für notwendig erachtet wird und vorausgesetzt, dass der Bestand der Populationen der betroffenen Art in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet dadurch nicht beeinträchtigt wird.“

Der Ausschuss hat am Mittwoch nur eine Änderung vorgenommen – und zwar am Titel des Gesetzentwurfes, der sich nun ausdrücklich auf die Habitatrichtlinie der EU von 1992 bezieht. Diese erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen eine Entnahme.

„Im Unterschied zu anderen Ländern hat Italien die Habitatrichtlinie noch nicht mit einer eigenen Verordnung umgesetzt“, erklärt die stellvertretende Ausschussvorsitzende Maria Hochgruber Kuenzer. Südtirol versuche nun, mit diesem Gesetz die EU-Richtlinie direkt umzusetzen, bevor der Staat tätig wird. Das sei auch schon bei anderen Richtlinien so geschehen, erinnert Kuenzer.

Rund um Südtirol sollen sich derzeit 6 Wolfsrudel aufhalten.

lpa/D

stol