Dienstag, 24. Januar 2017

Grüne zu Jungärzte-Polemik: „Offene Streitkultur produktiver als Klagen“

Südtirols Grüne haben am Dienstag die offene Auseinandersetzung der Jungärzte zur heimischen Gesundheitspolitik als positives Beispiel von Dialogkultur begrüßt - trotz der anfänglichen „scharfen Kritik“ von Seiten des Sanitätsbetriebs und Gesundheitsressorts.

Südtirols Grüne begrüßen die offene Auseinandersetzung der Jungärzte zur heimischen Gesundheitspolitik.
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Südtirols Grüne begrüßen die offene Auseinandersetzung der Jungärzte zur heimischen Gesundheitspolitik.

„Die Studierenden und angehenden Ärzte, die letzte Woche mit einem Offenen Brief aufgetreten sind, haben aus dem Sanitätsbetrieb und vom Gesundheitsressort zunächst scharfe, auch beleidigte Kritik erfahren: Polemisch, ungerecht, gespickt mit Fehlurteilen sei die Stellungnahme der 158 Unterzeichnenden“ schreiben die Landtagsabgeordneten Hans Heiss, Brigitte Foppa und Riccardo Dello Sbarba am Dienstag.

Statt Jammern offene Auseinandersetzung

Die erfrischende Polemik habe vor allem eines bewirkt: Kritik, Jammern und Ressentiments hinter vorgehaltener Hand seien zugunsten einer offenen Auseinandersetzung um die Zukunft von Südtirols Gesundheit beendet worden. Der ärztliche Nachwuchs sei vor allem eines gewesen, meinen die Grünen, ein Gesprächsangebot. 

Aussprache sinnvoll

„Es war daher die einzig sinnvolle Reaktion, dass Landesrätin und Generaldirektion nach anfänglicher Verschnupftheit die Erstunterzeichnenden zu einer Aussprache gebeten haben, um die Wünsche und Forderungen zu präzisieren“, so die Grünen in ihrer Presseaussendung.

Noch erfreulicher sei aber, dass die Vertreter das Angebot genutzt und ihre Anliegen klar auf den Tisch gelegt hätten.

Unmittelbarer Dialog ist richtiger Weg

Der unmittelbare Dialog mit den künftigen Ärzten sei der wichtigste Weg, um ihnen Perspektiven zu bieten und Südtirol als Arbeits- und Lebensort aufzuwerten.

Wenn der jetzt eröffnete Gesprächskanal produktiv genutzt werde, bestehe Hoffnung, dass der drohende Ärztemangel abgeschwächt wird, mehr noch, dass junge Ärzte Südtirol und sein Gesundheitssystem als Chance nutzen könnten, anstatt es als Blockade für ihre Zukunft zu erleben.

stol

stol