Montag, 11. Mai 2015

Grüne zufrieden mit Wahlausgang

Insgesamt zufrieden sind die Grünen mit dem Wahlergebnis. Besonders freuen die Vorsitzenden Brigitte Foppa und Giorgio Zanvettor das Ergebnis von Paul Rösch in Meran und die Übernahme von einigen Bürgermeisterposten durch die Bürgerlisten.

Blumen für Cecilia Stefanelli, grüne Bürgermeisterkandidatin in Bozen
Blumen für Cecilia Stefanelli, grüne Bürgermeisterkandidatin in Bozen

In den Gemeinden, wo man als Grüne angetreten sei, habe man das Resultat von 2010 durchwegs halten können. Besonders in Meran sei man begeistert über das "phantastische Wahlergebnis" von Paul Rösch mit der grünen Liste. Hier werde es in der Stichwahl noch sehr spannend werden, so die Grünen. 

In Bozen sei es Bürgermeisterkandidatin Cecilia Stefanelli gelungen, jene Stimmen aus dem ökosozialen Lager auf sich zu vereinen, die offensichtlich mit dem Kurs von Luigi Spagnolli nicht mehr einverstanden waren. Da Projekt Bozen in der Regierungskoalition verblieben ist, sehe man die 5,1 Prozent der grünen Liste in Bozen als Zeichen grüner Stabilität in der Landeshauptstadt. 

Dahingegen macht der Rechtsruck in Bozen den Grünen Sorgen: Lega, Liste Benussi, Unitalia und Casa Pound stellen mit ihren extremen Rechtspositionen praktisch Prozent, dazu würden die anderen Rechtsparteien wie Fratelli d’Italia, Forza Italia und Alto Adige nel Cuore kommen. Hier, so die Grünen, werde sich zeigen, ob der Kuschelkurs von PD-SVP mit Mitte-Rechts nicht womöglich die Stadt in die Unregierbarkeit treibt.

In Leifers konnten die Grünen auf die Dezimalstelle genau dasselbe Ergebnis erzielen wie bei den Wahlen 2010. Am Ritten konnte die neue, junge grüne Liste auf Anhieb 7,8 % erlangen.

Nicht ganz glücklich zeigten sich Foppa und Zanvettor mit dem Abschneiden der grünen Bürgerliste in Brixen. Die Regierungsbeteiligung und die Parallelkandidatur von Demos hätten das Resultat wohl negativ beeinflusst. In Vahrn sei es der grünen Bürgerliste gelungen, die beiden Sitze halten.

Daneben hätten auch einige neue und auch bereits bestehende Bürgerlisten im ganzen Land sehr achtbare Erfolge erzielt. Besonders erfreut zeigten sich die Grünen über die Bürgermeisterwechsel in Innichen und Prad sowie das Ergebnis in Sterzing und Mals.

Zusammen mit der Tatsache, dass man in Bozen in allen Stadtviertelräten vertreten sei, bedeute dies, dass der ökosoziale Gedanke auch in den nächsten fünf Jahren in Stadt und Land, in Zentrum und „Peripherie“ eine starke Stimme haben werde.

Dafür danken wir den Wählerinnen und Wählern, den Kandidatinnen und Kandidaten und allen, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben.

stol