Mittwoch, 22. August 2018

Haus-Hommage an Peter Brugger

12 Landhäuser sind auf Bozen verstreut. Bis auf das Palais Widmann sind alle anderen Landhäuser einfach durchnummeriert. Aber das Landhaus 6 in der Brennerstraße soll schon bald „Landhaus Peter Brugger“ heißen. Eine späte Hommage von Agrarlandesrat Arnold Schuler auf dessen Vorgänger – im Amt in den 1950er und 1960er Jahren. Nächste Woche wird sich die Landesregierung damit befassen.

Das Landhaus 6 in der Brennerstraße soll schon bald „Landhaus Peter Brugger“ heißen. - Foto: DLife
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Das Landhaus 6 in der Brennerstraße soll schon bald „Landhaus Peter Brugger“ heißen. - Foto: DLife

Auf Vorschlag von Landwirtschaftslandesrat Schuler soll sich die Landesregierung am kommenden Dienstag mit der Grundsatzentscheidung auseinandersetzen, „ob man den Landhäusern statt der unpersönlichen Nummern den Namen von Südtiroler Persönlichkeiten geben soll“, sagt er. Diesbezüglich habe er bereits mit seinen Regierungskollegen geredet, die diesem Vorschlag durchaus etwas abgewinnen können. Und per Beschluss der Landesregierung sollen dann die zuständigen Landesämter alle verwaltungstechnischen Maßnahmen in die Wege leiten, um die Landhäuser umbenennen zu können.

Und ist dieser Grundsatzbeschluss gefallen, dann mache er, Schuler, den ersten Namensvorschlag für „sein“ Landhaus 6. „Und dafür schlage ich den ehemaligen Landwirtschaftslandesrat und Senator Peter Brugger vor. Er hat eine starke Bindung zur Landwirtschaft und hat diese über Jahre geprägt. Ich erinnere nur an die Wiedereinführung des ,Höfegesetzes‘, das von den Faschisten abgeschafft worden war“, sagt Schuler.

Bruggers Sohn „außerordentlich“ erfreut 

Siegfried Brugger, Sohn von Peter Brugger, freut sich „außerordentlich“ über diese Geste zu Ehren seines Vaters. „Ich rede da auch im Namen unserer Großfamilie. Ein Zeichen, das wir uns seit langer Zeit gewünscht haben. Und nach 30 Jahren erfolgt nun eine offizielle Würdigung, nachdem sich bisher kein Platz, keine Straße, kein Gar-nichts gefunden hat – nicht einmal in seiner Heimatgemeinde, wo er Ehrenbürger ist. Dabei hat die Politik nicht lange gebraucht für den Magnago-Platz“, sagt Sohn Siegfried Brugger.

Dass jetzt ausgerechnet das Landwirtschafts-Landhaus nach Peter Brugger benannt werden soll, findet Sohn Siegfried „großartig. Zumal mein Vater in diesem Bereich einiges bewegt hat. Wir können uns nur bedanken für diese schöne Geste, die andere schon viel früher hätten setzen können“, so Brugger.

Nach welchen Persönlichkeiten andere Landhäuser benannt werden sollen, dazu könnten dann sukzessive Vorschläge gemacht werden. „Es sollen sicher nicht nur Politiker oder nur deutschsprachige Persönlichkeiten sein, sondern Persönlichkeiten, die sich für Südtirol politisch besonders eingesetzt haben“, so Schuler.

D/lu

stol