Die EU-Kommission habe ihre Bereitschaft signalisiert, solche Managementpläne zu genehmigen. „Der Ball liegt bei uns, denn wenn wir auf die Ministerien in Rom warten, warten wir noch sehr lange“, mahnt Dorfmann.<BR /><BR />Für Dorfmann ist der tödliche Bärenangriff auf Andrea Papi (26) ein Beweis dafür, dass die Bären im Trentino und im Grenzgebiet zu Südtirol eine kritische Zahl überschritten haben. „Wer dies leugnet, verschließt die Augen vor der massiven Zunahme von Zwischenfällen, in die Menschen verwickelt sind“, so der EU-Parlamentarier. „Dass einer davon tödlich enden würde, war leider vorhersehbar und genauso vorhersehbar ist, dass es nicht der letzte Angriff gewesen sein wird.“<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/die-jagd-auf-baerin-jj4-ist-angelaufen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Die Jagd auf JJ4 ist nach dem Tod von Andrea Papi angelaufen. Seit dem vergangenen September hat ihr Funkhalsband kein Signal mehr gesendet.</a><BR /><BR /><embed id="dtext86-59136075_quote" /><BR /><BR /><BR />Nach dem Motto „Besser spät als nie“ brauche es nun eine umgehende und dauerhafte Lösung des Problems in Form eines Managementplans für die Bärenpopulation in Südtirol und im Trentino. „Diesen Plan könnten beide Länder gemeinsam erstellen, in Rom absegnen lassen und dann dafür sorgen, dass er in Brüssel genehmigt wird“, erklärt Herbert Dorfmann. <h3> Auch Wolfspopulation muss reguliert werden</h3>Dasselbe gelte auch für das Management der Wolfspopulation. „Der einzige Unterschied ist, dass wir eine stabile Population von Bären im Trentino und in Südtirol haben, während es eine solche für Wölfe nicht gibt. Sie sind viel zu mobil“, so der Europaparlamentarier. <BR /><BR />Für die Wolfspopulation sei ein Managementplan für ein kleines Gebiet daher sinnlos. „Sinnvoll wäre aber ein Managementplan für die Alpenpopulation in Italien. Dafür braucht es die Zusammenarbeit aller Regionen im Alpenbogen – von Piemont bis Friaul-Julisch Venetien“, so Dorfmann.<h3> Initiative von Südtirol und Trentino nötig</h3>Die Initiative der beiden Länder Südtirol und Trentino in Sachen Bären-Management und eine Zusammenarbeit der Alpenregionen für jenes der Wölfe sei ein Weg, die Lethargie der italienischen Ministerien zu umgehen, erklärt der EU-Parlamentarier. <BR /><BR />Er weist zudem darauf hin, dass die Präsidentin der EU-Kommission Ursula von der Leyen ihm gegenüber erst kürzlich betont hatte, bei der Genehmigung von Managementplänen flexibel zu sein. „Wenn wir jetzt aktiv werden, wäre dies die Probe aufs Exempel und wir werden alles tun, damit die Kommissionspräsidentin beim Wort genommen wird und die Pläne zeitnah genehmigt werden“, so Dorfmann. <h3> „Gerichte haben verhindert, dass Problembärin rechtzeitig entnommen wird“</h3>Die Managementpläne, die er nun dringend einfordert, seien zudem der einzige Weg, die Population der Großraubtiere rechtssicher im Zaum zu halten. „Ansonsten müssen wir weiter vor jeder einzelnen Entnahme fürchten, dass diese von der Gerichtsbarkeit gestoppt wird“, erklärt der EU-Parlamentarier. <BR /><BR />Genau dies sei auch bei der Bärin der Fall gewesen, die nun für den Tod des jungen Mannes im Trentino verantwortlich ist. „Es waren die Gerichte, die verhindert haben, dass diese Problembärin rechtzeitig entnommen werden konnte“, so Dorfmann.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/die-trauerrede-des-vaters-von-andrea-papi-andrea-hilf-uns" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Die erschütternden Worte des Vaters von Adrea Papi, der bei der Beerdigung das Wort ergriffen hat, lesen Sie hier.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/tag/B%C3%A4renangriff%20Trentino" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Mehr zum Thema finden Sie hier.</a>